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Polarisation des Lichts.
Schichten bestehn, deren Axen nicht völlig zusammen fallen.Goldschlägerhäutchen gehört dahin.
4* Körper, die nur einen Theil des Lichts depolarisiren,vermuthlich weil sie aus krystallisirten und unkrystallisirtenTheilen gemischt bestehn.
5- Als eine eigentümliche Art der Depolarisation be-schreibt Bhewsteh die im Macis-Oele entstehende, wo sichvier neblige Lichtflecke zeigen *.
113. Die Ueberzeugung, dafs ein Körper von solchenungleich dichten Schichtungen, wie die Krystalllinse des Au-ges , gewifs eine Wirkung auf polarisirtes Licht zeigen müsse,veranlagte Bhewsteh , eine sorgfältige Untersuchung hierüberanzustellen. Auf gewöhnliche Weise dem polarisirten Strahleausgesetzt zeigte sich nichts Deutliches von einer Einwirkungauf das polarisirte Licht, aber als die Krystalllinse eines Ka-beljau in ein Glasparallelepipedum mit Canadischem Balsam ge-legt wurde, zeigten sich regeluiäfsige optische Figuren, dieBhewsteh genau beschreibt und abbildet. Er schliefst ausdieser Untersuchung, dafs der mittlere Kern und die äufsereHaut sich in einem Zustande der Ausdehnung befinden , wäh-rend der dazwischen liegende Theil in einem Zustande derVerdichtung ist. Bei Fisch-Augen ist die Structur der Kry-stalllinse nicht symmetrisch in allen Bichtungen, sondern siehat eine bestimmte Beziehung auf den Durchmesser, der mitder Axe des Sehens zusammenfällt. Die Hornhaut zeigt ganzähnliche optische Eigenschaften. Bhewsteh. glaubt, dafs dieseeigenthümliihe Bildung des Auges bestimmt sey, die Abwei-chung wegen der Kugelgestalt zu verbessern 1 2 .
IX, Circularpolarisalion und elliptischePolarisation,
114. Um zu der Erklärung dessen zu gelangen, was manunter kreisförmiger Polarisation, Circularpolarisation (polarisa -tion circulaire ) und was man unter elliptischer Polarisation(polarisatiou ellipiique) versteht, fange ich mit theoretischenBetrachtungen, wie Fhesnel sie aufgestellt hat, an. In der
1 Ph. Tr. 1815. 40. 51.
2 Ebend, 1816. 311.