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Circular- und elliptische.
weifsen Lichte hergeleitet hatte, ganz wohl überein. Diesefür die verschiedenen Farbenstrahlen gefundene Drehung stimmtmit dem Verhältnisse der Quadrate der Anwandelungen so gutüberein, dafs man darnach ohne merklichen Fehler eine Dre-hung aus der andern berechnen konnte.
119. Diese Bestimmungen führen zu einer Uebersicht wenig-stens eines Theils der Erscheinungen , indefs bemerkt schonBiot , dafs damit noch bei weitem nicht alles gethan ist, son-dern dafs das durch die Axe des Bergkrystalls gegangene Lichtsich ganz anders verhält, als wir es sonst bei der Polarisationfinden. In Beziehung auf die Farben in der Mitte des unge-wöhnlichen Farbenbildes liefs es sich indefs so ansehn, als obdie rothen Strahlen, die in der ursprünglichen Polarisations-Ebene polarisirt die Krystallplatte erreicht hatten, ihre Polari-sations-Ebene für jedes Millimeter Dicke um 174°, die gelb-grünen um 25-j°, die äufsersten violetten um 44° geändert hät-ten. Bei sehr dünnen Platten waren es daher nur die letztem,die sich als merklich abweichend zeigten, bei gröfserer Dickeaber entstand eine Farbenmischung, die sich hiernach würdebeurtheilen lassen. Biot hat die Berechnung der Farbe ganzstreng angestellt, indem er diese allmälige und für verschiedeneStrahlen ungleiche Drehung der Polarisations- Ebene dabei zumGrunde legt h Wenn man nur für die drei oben angeführtenStrahlen zu rechnen brauchte, so würde die Rechnung für eine7 Millimeter dicke Platte so zu führen seyn : die äufsersten rothenStrahlen haben ihre Polarisations - Ebene um 122°,5 geändert,und das ungewöhnliche Bild empfängt also bei der anfängli-chen Stellung des zerlegenden Doppelspaths von ihnen einedurch Sin. 2 122°,5 = 0,71 ausgedrückte Menge, die gelbgrü-nen sind beinahe um ISO 0 abgelenkt und liefern daher bei derStellung 0° gar keinen Beitrag zu dem ungewöhnlichen Bilde;die violetten sind um 309° abgelenkt und liefern daher imVerhältnisse von Sin. 2 51° =0,02 ihren Beitrag zum ungewöhn-lichen Bilde. Di^es stimmt mit der Beobachtung, die Purpurgab, gut genug überein, da die gelben und grünen Strahlenhier alle nur wenig einwirken. Bjot’s Berechnung, die aufalle Farbenstrahlen geht, zeigt ganz streng und für alle Beob-achtungen , wie Rechnung und Erfahrung zusammenstimmen.
1 Mem. de l’Acad. II. 67.