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Polarisation des Lichts.
120. Diese Drehung, die wir hier als eine Drehung derFolarisations- Ebene ansehn, welche durch den Bergkrystall her-vorgebracht ist, findet sich in verschiedenen Stücken Bergkry-stall nach verschiedenen Seiten gehend, so dafs man, ohne dafsdie Stücke sonst sich wesentlich verschieden zeigen, Bergkry-stalle findet, welche die eine und welche die andre Drehungdes Doppelspaths, von rechts nach links oder von links nachrechts, fordern. Biot hat schon diese Verschiedenheit bemerkt,aber auch gefunden, dafs die aus demselben Krystalle geschnit-tenen Platten in der Drehung übereinstimmten. Hekschei. hatdie Bemerkung bekannt gemacht 1 , dafs bei der Varietät desQuaTzes, die Haut Plagieder nennt, Krystalle mit unsymme-trischen Facen Vorkommen, und dafs mehrere Krystalle, diejene Drehung links forderten, auch in den pyramidalischenSpitzen der Krystalle ein Linkslehnen der Facen zeigten, sodafs es scheint, als ob doch auch hierbei die Gestalt der Kry-stolle in Betrachtung komme oder eben die Kräfte, die dieoptische Wirkung bestimmen, auch bei der Krystallbildung sichschon thätig zeigen. Biot hat gleich dicke, rechts drehendeund links dre'hende Krystallplatten verbunden und dann dashervorgehende polarisirte Licht frei von der Drehung der Po-larisations-Ebenen gefunden, so dafs die beiden Einwirkungeneinander compensirten und der Strahl sich wie vor dem Durch-gänge durch den Bergkrystall verhielt 2 .
121. Noch weit auffallender, als diese Einwirkung einerKrvstallplatte, ist aber Biot’s Entdeckung, dafs auch flüssigennd selbst dampfförmige Körper ganz ähnliche Aenderungender Polarisation hervorbringen 3 . Biot hatte, um bei sehr ver-schiedenen Einfallswinkeln die Farben in den Platten des blät-terigen Gypses zu beobachten, diese in eine mit einer oderder andern Flüssigkeit gefüllte Röhre gebracht, und als er hier-bei das Terpentinöl anwandte, fand er, dafs dieses für sichallein schon eine schwache Depolarisation hervorbrachte, dieder hier betrachteten ganz ähnlich schien. ffjm diese Erschei-nung genauer kennen zu lernen, wandte er eine Röhre von
1 Transact of the Cambridge Soc. I. 43.
2 Mem. de l*Inst. XIII. 265.
3 Mem. de l’Acad. II. 91. Ann. de Cb. et Ph. X. 63. TraiteIV. 539.