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Siebenter Band. N - R.
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Circular- und elliptische.

sich blofs nach der Länge der Wellen der einzelnen Farbenrichten und der ganze Umkreis bei den kiirzern Wellen schonin minder dicken Platten, nach dem Verhältnisse der Undula-tionslängen, durchlaufen seyn, aber die Refraction selbst istauch hier stärker bei den violetten, geringer bei den rothenStrahlen, und dieses ungefähr im umgekehrten Verhältnisse derUndulationslängen ; deshalb ist das Verhältnis der Drehungs-bogen bei gleichen Dicken der Platten nahe genug dem Qua-drate der Undulationslängen umgekehrt proportional, wie Biot gefunden hat. Dafs hieraus die Phänomene der Farben in derMitte der Ringe so entstehn, wie Biot angegeben hat, läfstsich nun wohl einsehn.

Wie sich die beiden durch jene zusammengesetzten Pris-men in der Richtung getrennten Strahlen verhalten, will ichnachher erwähnen, (nr. 125.)

124. Aber Fresnel hat nicht blofs gezeigt, dafs dieseErscheinungen der Vorstellung von einer Circularpolarisationentsprechen, sondern hat einen Versuch ganz anderer Art an-gegeben, wodurch man kreisförmig polarisirte Strahlen er-hält, die ein völlig den eben erwälinten Strahlen gleiches Ver-halten zeigen.

Die gewöhnliche Zurückwerfung des Lichts, sie geschehenun beim Eindringen aus der Luft in den durchsichtigen Kör-per, oder sie geschehe an der Rückseite, bringt, wie Fresnelbemerkt, zwar eine Aenderung der Lage der Polarisations-Ebene eines polarisirten Strahls hervor, aber nicht eine we-sentlich veränderte Beschaffenheit*; dagegen, wenn die Zu-rückwerfung an der Rückseite in eine Totalreflexion übergeht 1 2 ,so dafs gar kein Theil des Strahls in die Luft hervordringt, sozeigt der Strahl sich so verändert, wie es die Circularpolari-sation fordert, und unstreitig gehören die von Fresnel hier-über angestellten und nachher völlig bestätigten Versuche, sowie die daran geknüpften theoretischen Betrachtungen zu denglänzendsten Beweisen des Scharfsinns ihres Urhebers. DerHauptversuch ist folgender 3 .

Es sey AB CD ein schiefes Glasparallelepipedum, dessen^*

1 Vgl. oben nr. S3.

2 Vgl. Art. Brechung . S. 1132. und 1157.

3 Ann. de Ch. et Ph. XXVIII. 148.