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Polarisation des Lichts.
Winkel bei A 54°, 5 ist 1 , so wird für ein Brechungsverhält-nifs = 1,51 der senkrecht auf AB einfallende Strahl PQ dievollständige Zurückwerfung bei Q erleiden, und wenn dasGlasparallelepipedum lang genug ist, so wird in R eine zweitetotale Reflexion statt finden und der Strahl nach RS zu, senk-recht gegen die Oberfläche CD, wieder hervorgehn. War nunder einfallende Strahl P Q ein unter 45° gegen die Reflexions-Ebene polarisirter Strahl, so zeigt sich der bei S hervorgehen-de Strahl weder polarisirtem Lichte noch gewöhnlichem Lichtegleich; er zeigt die Eigenschaften des gewöhnlichen Lichts,wenn man ihn durch einen Doppelspath gehn läfst, indembei jeder Stellung des Doppelspaths zwei gleiche Bilder erschei-nen ; er zeigt sich vom gewöhnlichen Lichte verschieden, wennman ihn, ehe er den Doppelspath erreicht, durch ein Krystall-blättchen gehn läfst, indem er dann zwei farbige Bilder giebt;er zeigt sich ferner vom gewöhnlichen Lichte verschieden, in-dem er durch zwei neue ganz den vorigen gleiche Totalre-flexionen wieder zu einem gewöhnlich polarisirten Strahle wird,was bei den unpolarisirten Lichtstrahlen nicht statt findet.Die Farben, welche der so veränderte Strahl zeigt, wenn manihn, nachdem er die zwei Totalreflexionen erlitten hat undbei S hervorgeht, durch ein Gypsblättchen und dann durchden Doppelspath zum Auge gelangen läfst, sind nicht diesel-ben, wie ein gewöhnlich polarisirter durch dasselbe Gyps-blättchen gehender Strahl sie zeigen würde, sondern die Com-plementairfarben , welche die beiden im Doppelspath sich dar-stellenden Bilder hier zeigen, liegen gleich entfernt von denbeiden Farben, welche der gewöhnlich polarisirte Strahl zeigenwürde, oder um einen Quadranten entfernt von diesen, wennman die Farben nach Newtox’s Anleitung so auf den Kreisaufträgt, dafs immer die Ergänzungsfarben einander gegenüber-stehn. Schon dieser Umstand , noch mehr aber der, dafs zweineue, den vorigen gleiche, Totalreflexionen den Strahl wiederzum gewöhnlichen polarisirten Strahle machen, bewogen Fues-nei, zu dem Schlüsse, dafs jener Strahl anzusehn sey als auszwei senkrecht gegen einander polarisirten und um ein ViertelWellenlänge verschiedenen Strahlen zusammengesetzt, dafs eralso (nach nr. 114.) ein kreisförmig polarisirter sey.
1 Den Grund, warum gerade dieser Winkel gewählt ist, s. nr. 128.