Durch MetaJlflächeu. 857
chungen, so gut es mir möglich ist, vereinigt hier mit-theilen.
Zuerst verdient der Umstand, der bei den Metallspiegelnfast so wie bei unbelegtem Glase statt findet, hervorgehobenzu werden, dafs auch hier der schon polarisirt einfallendeStrahl sehr viel schwächer reüectirt wird, wenn die Zurück-werfungs-Ebene senkrecht gegen die Ebene der ursprüngli-chen Polarisation ist, als wenn beide zusammenfallen, indefswird auch bei dem Winkel, der hier der Winkel vollkom-menster Polarisation heifsen müfste, der vom Metallspiegel zu-rückgeworfene Strahl nicht = 0, wenn auch beide Ebenenauf einander senkrecht stehn, sondern er ist nur bei diesemEinfallswinkel kleiner, als bei jedem andern.
136. Weit wichtiger aber sind die Erscheinungen, diebei der Zuriickwerfung von Metallen auf eine elliptische Po-larisation hindeuten. Wenn ein geradlinig polarisirter Strahldurch zwei Totalreflexionen, deren Ebene -f- 45 a gegen dierolarisations-Ebene geneigt war, die kreisförmige Polarisationerlangt hat, so reichen zwei neue, den vorigen ganz gleiche,Totalreflexionen hin , um ihn wieder in den Zustand der ge-radlinigen Polarisation in einer unter — 45° gegen die letzteReilexions-Ebene geneigten Ebene zu versetzen 1 . Wenn da-gegen unter dem bestimmten Einfallswinkel, den wir auchhier den Polarisationswinkel nennen wollen, ein polarisirterStrahl von einem Metallspiegel zurückgeworfen wird und dieReflexions-Ebene -j- 45° gegen seine ursprüngliche Polarisa-tions-Ebene geneigt ist, so wird er dadurch in einen Zustandversetzt, der ebenso wie dort von der gewöhnlichen Polari-sation verschieden ist, und aus dem er durch eine zweite Re-flexion von einem dem vorigen parallelen Metallspiegel zwarauch wieder in den Zustand der geradlinigen Polarisation zu-zückgebracht wird, aber so, dafs die Richtung der neuen Po-larisations-Ebene weniger als 45° nach der andern Seite liegt.Dieser Winkel nähert sich bei reinem Silber, wo er — 39° 4S’ist, den vollen 45° am meisten, und der durch eine Reflexionvon Silber (unter dem Polarisationswinkel und unter -}- 45°Azimuth) modiiicirte Strahl ist also der Circularpolarisation amnächsten; bei Kupfer, wo dieser Winkel = — 29°j bei Stahl,
1 Vgl. nr. 124. 125.