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Siebenter Band. N - R.
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Polarisation des Lichts.

nachdem es durch Schleifen die Spiegelglatte erhalten hat oderdurch Hämmern auf einem polirten Ambos. Von dem erste-ren giebt er an, dafs es einem bedeutenden Theile des re—flectirten Lichts die polari&ation mobile ertheile, das heilst,dieses Licht fähig mache, eben solche farbige Bilder, wie dieGypsblättchen, darzustellen. Da er diese polarisalion mobileals einen Uebergang zu der gewöhnlichen geradlinigen Pola-risation ansah, so fand er es natürlich, dafs bei mehrmaligerReflexion von solchen Silberflächen die gewöhnliche Polarisa-tion eintrat. Diesen Antheil des Lichts, das anscheinend diePolarisation mobile angenommen hatte, fand er bei dem durchHämmern zum Spiegel gemachten Silber noch gröfser und da-gegen die zur eigentlichen Polarisirung übergegangene Licht-menge kleiner; bei polirtem Stahle hingegen war weit mehrLicht schon bei der ersten Zurückwerfung gewöhnlich polari-sirt. Die durch Hämmern zur Spiegelglatte gebrachten Silber-platten dienten ihm vorzüglich bei seinen Yersuchen. Er liefseinen schon polarisirten Strahl mehrere Reflexionen von paral-lelen Platten, und zwar in gerader Anzahl, erleiden; wurdedann der mehrmals zurückjieworfene Strahl mit Hülfe einesKalkspaths untersucht, dessen Hauptschnitt mit der Reflexions-Ebene zusamnienfiel, so folgte der Strahl gänzlich der gewöhn-lichen Brechung, wenn die Ebene der ursprünglichen Polari-sation mit der Reflexions-Ebene zusammenflel, sobald aberdie letztere von jener abwich, gingen zwei farbige Bilder her-vor, die bei nicht zu vielen Reflexionen ihre gröfste Lebhaf-tigkeit erhielten, wenn jene Abweichung 45° betrug. DieFarbe selbst hing vom Einfallswinkel ab *.

135. Diese Untersuchungen scheinen wohl darum zu kei-nem eigentlichen Resultate geführt zu haben, weil Biox zujener Zeit an eine Polarisation, der Circularpolarisation ähn-lich , gar nicht denken konnte und diese doch hier statt zufinden scheint. Es ist Bhewster’s Verdienst, dieses zuerstdargethan zu haben*, und Neu mann 3 hat durch wichtige theo-retische Untersuchungen den Werth jener Bestimmungen nochmehr ins Licht gesetzt. Ich werde die Resultate beider Untersu-

1 Biot Traitd IV. 582.

2 Ph. Tr. 1830. 287. Poggend. XXI. 219.

3 Foggend. XXVI. 89.