Durch Metallflächen.
861
geradlinig werde, sowohl wenn der Einfallswinkel J=84°38',als auch wenn J’= 56° 5' ist (die Beobachtung gab 84° 0' und56° 25'), und wenn man die Reflexion sich 10- oder 15malwiederholen liefs, so war die Polarisation immer aufs neue zurgeradlinigen zurückgeführt; aber keineswegs verstärkte die Wir-kung bei dem einen Einfallswinkel die bei dem andern, son-dem wenn eine Reflexion unter 84° 38’ statt gefunden hatteund eine zweite unter 56° 5' folgte, so war der Strahl wie-der geradlinig polarisirt.
Da p und s hier die Verhältnisse der Schwächung der bei-den Strahlen bei verschiedenen Einfallswinkeln angeben, sosind sie nicht als beständige Gröfsen anzusehn, sondern wenn
man beim Stahl = J^Tang. 17° = Tang. 28° 56* für den
eigentlichen Folarisationswinkel fand, so würde man für dieeben erwähnten Winkel, wo 5 malige Reflexion erforderlichwar, um eine geradlinige Polarisation zu erhalten, und wo,nach Bhewsteh, die Polarisations-Ebene eine Neigung von
10° 30‘ hatte, 7 = r Tang. 10° 30'= Tang. 35° 31' erhal-
ten. Diese Werthe lassen sichdurch die Formel Tang. 2/5 =
, wenn man —=s
Tang. 2 (28° 56')
Sin.
2 ö n
Tang, ß setzt,darstellen, wo
28° 56' der Winkel ist, den die Erfahrung als Werth von ßfiir die vollkommenste Polarisation angab 1 und der bei jedemeinzelnen Metalle ein anderer ist 2 .
Bhewster. hat den Winkel, welcher die Verzögerungder Undulation ausdrückt, mit der Aenderung der Polarisations-Ebene bei gewöhnlicher Reflexion am Glase in Verbindung ge-
■ji+i'
.(i — i'
wenn ich dort <p statt a und a = 45° setze. Dort bedeutetei den Einfallswinkel und i’ den Brechungswinkel; nehmen wir»Iso beim Stahle i = 75° als den Winkel vollkommener Pola-
)
)’
setzt. Für diese fanden wir (nr. 3S.) Tang. q> —
Cos
Cos
1 Nämlich Tang. ßz=Y~Tg. 17°.
> 2 Necmann glaubt, dafs nach dem Zusammenstimmen aller Be-
obachtungen der Winkel 28° 56’ fast um 1® gröfser auzusetzcu aey.