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Siebenter Band. N - R.
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886
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Porosität.

sclieinungen der Compressibililät nothwendig ein näheres Zu-sammenkommen der materiellen Theilchen eines Körpers lindsomit auch das Vorhandenseyn von Poren. Insofern aber diemeisten, wo nicht alle Körper durch mechanische Gewalt ztt-sammendriickbar sind, auf jeden Fall aber insgesammt durchEntziehung der Wärme eine Verminderung ihres Volumens er-leiden , wie in den Artikeln Compressibililät , Elaslicität undAusdehnung ausführlich gezeigt ist, so mufs man um so mehralle Körper für porös halten, als die Erfahrung zeigt, dafs diesichtbar mit gröfseren Poren versehenen sich am stärksten ineinen kleinerrl Kaum zusammendrücken lassen.

Aehnliche theoretische Untersuchungen über die Porositätder Körper hat man schon in den frühesten Zeiten angestelltund die widerstreitenden Ansichten mit grofser Heftigkeit an-gefochten; da aber die Hauptsache derselben sich auf die Vor-stellungen vom Wesen der Materie bezieht und daher in jenemArtikel bereits ausführlicher abgehandelt worden ist, so beschränkeich micli hier blofs auf die wesentlichsten Puncte. Nach Car-tesius 1 giebt es die aus der Urmaterie entstandenen gröberenund feineren Theilchen, bis zu den feinsten herab, die den

des Gleichgewichts der beiden Grundkräfte , namlicli der Ziehkraftund Dehnkrart, zukomme, und ihr Volumen müsse verringert werden,sobald zu der ersteren dieser beiden Kräfte noch ein Kufserer mecha-nischer Druck hinzukomme. Allein dieses beruhet nur auf einerschwankenden Feststellung der Begriffe, indem einmal die Materieals der Träger der beiden Kräfte, das auderemal aber zugleich alsaus diesen beiden Kräften bestehend angenommen wird. Ist die Ma-terie blofs Träger der beiden Kräfte, wenn auch durch sie nothwen-dig bedingt, so besteht sie einmal als etwas Gegebenes selbstständig,ungeachtet der unausgesetzten Wirksamkeit jener Kräfte; sie kannvermöge der unausgesetzt fortgehenden Theilbarkeit in stets kleinereTheile getheilt werden, und jedes Theilchen bis zu dem kleinstenwird allezeit seinen aliquoten Baum eiunehmen , ohne dafs dieser einkleinerer werden kann. Man mühte also bis zu den geometrisch un-endlich kleinen Theilen und ihren unendlich kleinen Räumen herab-gehn, die sich aber nicht summiren lassen und also keinen Ueber-gang zum Endlichen geben. Wäre aber die Materie selbst nichts an-ders als Kräfte, so kann keine Kraft selbst, wohl aber ihre Wirkung,durcheine entgegenwirkende vermindert werden, welche beide sich aberauf ein gegebenes Etwas beziehu müssen und also die Anwesenheiteiues dritten Gegebenen voraussetzeu. Vergl. Materie.

1 Vergl. Art. Materie.