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P orositä t.
Alle diese und die damit zusammenhängenden Untersu-chungen sind allezeit unfruchtbar gewesen und werden esauch fortdauernd bleiben. Sofern die Annahme eines leerenRaums auf die Bestimmung des Begriffs von der Materie einenEinllufs hat, ist die Frage im Art. Materie bereits kurz erörtertworden, und hier wird es daher genügen, nur einige der vor-züglichsten Sätze der älteren Philosophen, die sich zunächstauf die Porosität beziehn , kurz beizubringen.
Die Annahme der Poren in den Körpern, welche bei ei-nigen derselben sichtbar wahrgenommen werden , führt zu derFrage, ob dieselben leer oder gefüllt sind. Wo wir dieselbendurch den Sinn des Gesichts erkennen, finden wir sie in der Regel,wo nicht allezeit, mit feineren Flüssigkeiten, entweder mit tropf-baren, oder bei weitem in den meisten Fällen mit Luft erfüllt;indefs ist kein Grund vorhanden, nicht auch einige derselbeniiir absolut leer zu halten, weil der Begriff eines absolut leerenRaums keinen innern Widerspruch einschliefst 1 ; aus der Er-fahrung kann aber die Frage nicht beantwortet werden, weildie Zwischenräume so klein seyn können, dafs ihre Wahr-nehmung und Messung oufser den Grenzen der Möglichkeitliegt. Die alten Philosophen unterschieden aber einen abso-luten leeren Raum (vacuum absolut uni ), und verstanden hier-unter eine für sich bestehende, von aller Materie freie undunbegrenzte Ausdehnung, die vor dem Vorhandenseyn derKörperwelt vorausgegangen seyn sollte, deren Untersuchungalso aufser dem Gebiete der Physik liegt. Von dieser absolu-ten Leere verschieden ist die zerstreute Leere (vocuum dis-seminatum ), worunter die einzelnen Zwischenräume oder To-ren verstanden werden, die sich zwischen den Atomen oderderen Aggregationen zu Körpern befinden. Die Epikuräer nah-men sowohl jenes absolute, als auch das zerstreute Vacuuman, wovon das erstere nur nach einer ganz willkürlichenHypothese vor der Schöpfung der Welt existirt haben sollte,letzteres aber als ■wirklich vorhanden nachgewiesen wurde 2 .Nach den Peripatetikern dagegen war alles mit Materie erfüllt,nirgends ein leerer Raum, vielmehr sollte die Natur einen Ab-scheu am leeren Raume (’horror vacui) haben , aus welcher
1 Vergl. Mcs5ciiEKBaor.it lutr. T. I. §. 148 ff.
2 Licnr-ries de rer. nat. L. I. v. 335 ff.