Porosität,
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die Principien , von denen sie hierbei ausgehn, gegenwärtigetwas wankend geworden sind. Newton hatte beobach-tet, daTs zwischen einer auf eine plane Glasplatte geleg-ten und bedrückten Linse im Puncte der genauesten Be-riihrung ein schwarzer Fleck zum Vorschein kommt und dafseine Seifenblase da, wo das Häutchen derselben am dünnstenist, eine ähnliche schwarze Stelle zeigt. Hieraus folgert er 1 ,dafs die Ursache der|Rellexion nicht in dem Stofse der Licht-theilchen gegen die festen Theile der Körper zu suchen sey,lind hält es für sehr wahrscheinlich, dafs die auf feste Theile(partes solidas) der Körper stofsenden Lichtstrahlen nicht re-flectirt, sondern in den Körpern selbst verdunkelt werden undverschwinden. Stiefsen also die Lichtstrahlen beim Durch-gänge durch transparente Körper, z. ß. Glas, Krystalle, Was-ser u. s. w. auf feste Theile derselben, so miifsten diese eintrübes, dunkles Ansehn haben und schwarz erscheinen, wenndie meisten oder alle Strahlen auf diese Weise vertilgt wür-den. Hieraus folgt dann aber, dafs die Zwischenräume zwi-schen den soliden Theilen der durchsichtigen Körper ungleichgröLer sind, als man zu glauben sich geneigt fühlt. Das Goldz. B. ist 19 mal dichter als Wasser und dennoch dringt dasmagnetische Fluidum hindurch, Quecksilber drängt sich inseine Poren und selbst Wasser läfst sich durch dasselbe pres-sen, wie Newtos auf die Aussage eines Augenzeugen an-nimmt 2 , woraus folgt, dafs die Zwischenräume im Golde, diedieser Theorie nach leer seyn müssen, gröfser sind, als diedurch die festen Theile eingenommenen Räume, wonach danndie ersteren beim Wasser vierzigmal gröfser sind , als die letz-teren. Es ist zwar allerdings schwer, fährt Newton fort zuargumentiren, sich so grofse Zwischenräume vorzustellen, aberkeineswegs unmöglich. Nach seiner Theorie von den An-wandlungen 3 werden nämlich die Farben der Körper durchdie Dicke der Lagen bedingt, woraus sie bestehn. Wenn wiruns dann vorstellen , dafs die Zwischenräume zwischen diesenLagen so grofs sind, als die Lagen selbst, und dafs die Lagenwieder aus andern mit gleichfalls gleich grofsen Zwischenräu-
1 Optice L. II. p. III. prop. VIII. p. 205. ed. Clarke.
2 Dieses Phänomen ist oben bereits anders erklärt.
3 S. Anwandlungen. Bd. I. S. 301.