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Presse.
mit einem ihrer lothrechten Höhe proportionalen Gewichte her-abgedrückt. Es lag sehr nahe bei der Sache, hiermit sogleichdie Anwendung des sogenannten Pascal’schen hydrostatischenParadoxons 1 zu verbinden, wonach eine verhähnifsmäfsiggeringe Menge Flüssigkeit in einer engen Röhre gegen einegegebene Fläche mit gleicher Kraft wirkt, als eine ungleichgröfsere, in einem Cylinder oder einem umgekehrten abge-kürzten Kegel befindliche. Diesen wichtigen hydrostatischenSatz, dafs der verticale Druck einer Flüssigkeit gegen eine ho-rizontale Fläche dem Gewichte eines Cylinders dieser Flüssig-keit von der Basis dieser Fläche und der Höhe bis zum Spie-gel dieser Flüssigkeit ohne Rücksicht auf den Kubikinhalt derhierbei wirksamen Masse gleich ist 2 , welcher beim anatomi —sehen Heber, dem Tubus von Voloer und dem Follis vons’Gravesande in Anwendung kommt 3 , beabsichtigte Pascal 4durch einen in den physikalischen Cabinetten zur Demonstra-tion unentbehrlichen Apparat theils zu erläutern, theils zu be-weisen, dessen Construction unter den vielfachen Arten mirauf folgende Weise am zweckmäßigsten einzurichten scheint.Auf dem im verticalen Durchschnitte gezeichneten FufsbreteFig. A B befindet sich die lothrechte Stange CD, welche in c dasHypomochlion des gleicharmigen Waagebalkens ab darbietet.An dem einen Arme desselben befindet sich die Waagschalep und über derselben die massive Messingkugel n, welche beidezusammengenommen der Scheibe aß das Gleichgewicht hal-ten. Diese ist auf der fein auslaufenden Spitze X so balan-cirt, dafs sie sich leicht um ihre verticale Axe drehn läfstund dafs eine nicht allzustarke Neigung gegen den Horizontauf den durch sie ausgeübten Druck nach oben keinen bedeu-tenden Einflufs äufsert. Vermittelst der in die Waagschale pgelegten Gewichte drückt dieselbe gegen die verschieden ge-formten Wasserbehälter, deren Gewicht nebst dem des enthal-tenen Wassers durch die auf der Stange C D verschiebbarenArme L getragen wird, so dafs die Scheibe blofs dem loth-rechten Drucke des darin befindlichen Wassers entgegenwirkt.
1 Rob. Boyle Paradoxa hydrostatica. Jn Opp. var. Geney. 1680.4.
2 Vergl. Art. Hydrostatik. Bd. V. 8. 578.
3 Vergl. Art. Heber. Bd. V. S, 173.
4 De l’Kquilibre des liqueurs. Par. 1663. 12.