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Siebenter Band. N - R.
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Hydromechanische.

der Umstand, dafs auch die Schraubenmuttern entweder un-verhältnifsmäfsig dick seyn müssen, oder keine hinlänglicheSicherheit dagegen gewähren, dafs sie dem aufserordentlichenDrucke gegen ihre innern Wandungen nachgeben und zerrissenwerden, wonach also die Schraübenpressen ungeachtet der Un-geheuern Gewalt, deren Ausübung sie gestatten, dennoch indieser Beziehung den hydraulischen Pressen nachstehn.

Das eigentliche wirksame Agens bei dieser bisher be-schriebenen Art von Pressen ist die Schraube , und da derenConstruction und die bei ihr in Anwendung kommenden me-chanischen Gesetze in einem eignen Artikel abgehandelt wer-den, ebenso wie das bei ihrer Anwendung Vorzüglich zu be-rücksichtigende Hindernifs der Reibung , so kann ich hier aufdiese Artikel füglich verweisen.

B. Hydromechanische Pressen.

Die ungleich neuern hydromechanischen Pressen haben inden letztem Zeiten die Aufmerksamkeit der Physiker bei wei-tem mehr in Anspruch genommen, als die schon den altenMathematikern bekannten mechanischen. Es giebt deren zwei,bei denen eigentlich ein und dasselbe hydrostatische Gesetzzum Grunde liegt, die man aber dennoch meistens durch dieBenennung der hydrostatischen und der hydraulischen bezeich-net oder auch nach ihren Erfindern, Real und Bramah,benennt.

1. Die hydrostatische Presse, auch Extractions- oder Auf-lösungs-Presse genannt, vom Grafen Real zunächst zur Be-reitung eines concentrirten Caffee-Extracts erfunden, wurde inDeutschland im Jahre 1816 durch Döuerf.iner 1 aus einer VonVAN MonS erhaltenen brieflichen Nachricht bekannt und er-regte grofses Aufsehn. Das bei derselben zum Grunde lie-gende Princip ist sehr einfach und kein anderes als das be-kannte hydrostatische Gesetz, dafs der Druck einer Flüssig—keitssäule dem Producte ihrer Basis in ihre lothrechte Höheproportional ist. Ist daher in der langen Röhre A B irgendeine Flüssigkeit vorhanden, so wird ein unterer Theil dersel-126.ben, z. B. ab, durch die oberhalb derselben befindliche Säule

1 Schweiccek’s Journ. Bd. XVI. S. 339.VII. Bd.

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