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Presse.
schwachem Extract zu bereiten, welches Verfahren mehrmalsund selbst mit abwechselnder Anwendung verschiedener undungleich warmer Flüssigkeiten wiederholt werden kann.
Unter den verschiedenen Constructionen der Extractions—pressen scheint mir' die eben beschriebene, die man auchLuftpresse genannt hat, den vorzüglichsten Platz einzuneh-men. Sie gewährt den Vortheil, dafs man die Flüssigkeit kaltlind warm, selbst bis nahe zur Siedehitze erwärmt, anwendenkann, deren Menge noch aufserdem nach Umständen bestimm-bar ist; auch behält der herabgedrückte Extract stets eine waa-gerechte Oberfläche, statt dafs die ihn herabdrückende Fliis- (sigkeit sich sonst leicht einen Weg seitwärts bahnt und denExtract zu sehr verdünnt. Aufserdem nimmt die Maschinewenig Raum ein, ist bequem zu behandeln, läfst sich auf ei-nem Tische leicht hinstellen oder festschrauben und bedarfkeines hochstehenden Gefäfses für die extrahirende Flüssigkeit.Gegen alles dieses mufs der allerdings bedeutend höhere Preisabgewogen werden.
2. Auf gleiche Weise, als der einfache Luftdruck gegehden luftleeren Raum wirkt, äüfsert sich der doppelte gegenden einfachen atmosphärischen, und anstatt daher unter demCylinder der Extractionsmaschine einen luftleeren Raum zu er-zeugen, darf man nur durch Compression die Luft über dem-selben zur doppelten Dichtigkeit bringen, die man noch oben-drein willkürlich vermehren könnte, wenn die Güte des Ex-tracts von der Stärke dieses Drucks abhängig wäre. Die Con-struction solcher Maschinen läfst sich auf mannigfaltige Weiseabändern, das allgemeine Princip derselben wird aus folgen-der Einrichtung erkannt. Der zur Aufnahme der zu extrahi-
FiR.renden Stoffe bestimmte Cylinder A, welcher überall luftdicht
im
10 'verschlossen seyn mufs, hat unten einen Hahn d, durch des-sen Verschliefsen das zu frühzeitige Abfliefsen des noch nichthinlänglich gesättigten Extracts verhindert wird. Ueber dem-selben befindet sich die verticale Compressionspumpe ß, de-ren Stellung nicht nothwendig die verticale seyn mufs, auchkann sie ebenso gut vermittelst eines Hebels oder einer ge-zahnten Stange bewegt werden, als vermittelst einer blofsenHandhabe, wie die Zeichnung angiebt; auf gleiche Weise istder Hahn c nicht unumgänglich nothwendig, indem statt des-sen ein Blasenventil gleichfalls genügt. Es braucht kaum er-