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Hydromechanische.
möglich ist. Die Lösung beider Probleme veranlafste eineMenge Constructionen, die jedoch insgesammi auf folgendePrincipien zuriickkommen.
1. Anwendung des Luftdrucks. Der Druck der atmo-sphärischen Luft gleicht bekanntlich dem einer Wassersäule vonfast 32 par. Fufs Höhe ; wird daher die Luft unter dem Cy-linder der Extractionspresse theilweise oder ganz weggenom-men, so findet gegen die Oberfläche der in ihm enthaltenenSubstanzen ein Druck statt, welcher von der kleinsten Höheeiner Wassersäule bis zu 32 par. F. gesteigert werden kann.
Zu diesem Ende wird der Cylinder oder das Gefäfs A, welches Fig.gleichfalls die beiden durchlöcherten Platten yy und öö hat,vermittelst des Hahns c unten verschlossen , ehe man den In-halt desselben mit der zerkleinerten Substanz anfüllt und vonder extrahirenden Flüssigkeit die erforderliche Menge auf dieobere Platte öd giefst, damit sie sich allmälig im ganzen Rau-me des Gefäfses verbreiten und mit den zu extrahirendenStoffen sättigen könne. Ist Letzteres geschehn, sey es mitkalter oder heifser Flüssigkeit, wobei man leicht die obereOeffnung zur Verhütung des Entweichens der aromatischenStoffe mit einem zwar genau, aber nicht luftdicht schliefsen-den Deckel verschliefsen kann , so wird das untere Gefäfs Bnach Verschliefsung des Hahns d vermittelst der Luftpumpe G,deren Construction dem beabsichtigten Zwecke angemessen ein-gerichtet werden kann, bis zu dem erforderlichen Grade luft-leer gemacht, so dafs nach dem Oeffnen des Hahns c die imGefäfse A befindlichen Extracte durch die über d ö ruhendeLuftsäule in das Gefäfs B lierabgeprefst werden. Hierbei er-geben die vorwaltenden Bedingungen, ob blofs die anfänglichaufgegossene, mit den zu extrahirenden Stoffen gesättigteFlüssigkeit herablaufen soll, oder ob man es besser findet,schon während dieser Zeit noch einen neuen Theil der Flüs-sigkeit nachzugiefsen ; auch kann das Exantliren während desHerabfliefsens oder vorher geschehn, wenn nur dafür gesorgtist, dafs der Extract nicht in die Luftpumpe gerathen kann,
Am geeignetsten dürfte es in der Regel seyn, zuerst den stärk-sten Extract durchzupressen, diesen nach dem Oeffnen desHahns d in ein untergesetztes Gefäfs abfliefsen zu lassen, als-dann beide Hahne wieder zu verschliefsen, abermals Flüssig-keit aufzugiefsen und auf die nämliche Weise einen zweiten