918
Presse.
man die Röhre yuuy bedeutend erhöht, oder das in ihr ent-haltene Wasser durch ein Gewicht zusammendrückt, welchesdem Gewichte des Wassers in der verlängerten Röhre gleichist. Der Druck in beiden Cylindern verhält sich demnach wiedie Quadrate ihrer Halbmesser, so dafs, wenn die Halbmessersich wie 1:100 verhalten, die Pressungen das Verhältnifs1:10000 geben, wonach also ohne Rücksicht auf den Ver-lust an Kraft mit einem Pfunde 10000 $ gehoben werdenkönnten.
Hiernach construirte Rraji.au seine Presse, und erhieltim März des Jahrs 1790 ein Patent darauf 1 . Sie ist später-hin in keinem wesentlichen Stücke verbessert, indem dieneuesten noch genau mit der Beschreibung iibereinstimmen,die Nicholson von der ersten gegeben hat, die sich nochjetzt blofs als Muster im Royal Institution zu London befin-det. Allgemein wird das Wasser in kleinen Cylindern zu-sammengeprefst, geht durch ein Verbindungsrohr aus diesemin den grofsen Cylinder, hebt einen in diesem befindlichenEmbolus, in dessen Mitte eine verticale Säule aufgerichtetworden ist, deren oberes Ende eine dicke, zum Pressen bestimmtePlatte in die Höhe hebt. Die erzeugte Kraftäufserung oder diehervorgebrachte Pressung läfst sich dann leicht berechnen. Wirdnämlich auf den längeren Hebelarm, vermittelst dessen manden Embolus im kleineren Cylinder niederdrückt, mit einerKraft von p Pfunden gewirkt, ist dann das Verhältnifs beiderHebelarme = m:l und der Durchmesser der Cylinder = n: |,so wird ohne Rücksicht auf die Hindernisse der Bewegung,der Embolus im weiten Cylinder mit einer Kraft= pXmXn*gehoben werden 2 . Bei dem ersten durch Bbamah verfertigtenExemplare, welches sich im Royal Institution befindet, ist dergrofse Cylinder 4 engl. Zoll und der kleinere \ Z. weit, unddie Hebelarme verhalten sich wie 12:1. Nach Nicholsonwurde bei einer Prüfung dieser Presse in die "Waagschale,am langem Ende eines Hebels, welcher gehoben werden sollte,
1 Romsoir Mechan. Phil. ed. Brewster. T. II. p. 257.
2 Setzt man statt der angenommenen , auf die Einheit reducir-ten Verhältnisse das der Längen der Hebelarme =L:I und das der
I. R l
Halbmesser — R:r, so ist der theoretische Nutzeffect P — n ——. —
1 1 r 1