Einfaches.
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Prisma darstcllt, scheinen mir die Fragen, 1. ob denn dasSonnenbild bei gleicher Brechbarkeit aller Strahlen rund er-
scheinen würde, und 2. welche Verlängerung des Farbenbil-
des unter verschiedenen Unständen hervorgeht, vorzüglicheAufmerksamkeit zu verdienen.
Wenn die Sonnenstrahlen durch eine sehr kleine Oeif-
nung in das dunkle Zimmer eindringen, so bilden sie einenKegel, dessen Spitze in der Oeffnung liegt und dessen Sei-
tenlinien einen Winkel, gleich dem scheinbaren Durchmesserder Sonne, mit einander machen. Auf einer Tafel, die demSonnenstrahle, ohne Zwischenkunft eines Prisma’s, senkrechtentgegen gehalten wird, zeigt sich also ein kreisförmiges Son-nenbild, und wir fragen nun, welche Aenderung leidet dieGestalt dieses Sonnenbildes, wenn die Sonnenstrahlen im Pris-ma gebrochen, aber alle gleich gebrochen werden. Wennman durch die Oeifnung und den Mittelpunct der Sonne einemit den Kanten des Prisma’s parallele Ebene legt, so könnenwir von den in dieser Ebene liegenden Strahlen des sehr engbegrenzten Strahlenkegels annehmen, dafs sie eben die Diver-genz nach der Brechung, wie vorder Brechung behalten, eineDivergenz, die dem scheinbaren Sonnendurchmesser gleich,= 31/ ist; für die Strahlen dagegen, die in einer gegen dieKanten des Prisma’s senkrechten Ebene liegen, mufs einenähere Untersuchung statt finden. Wenn einer dieser Strah-len unter dem Winkel qp, ein andrer unter dem Winkelq>-\-d(p auffällt, so ist die Aenderung von q>", nach unserer
d qp. Cos. qp. Cos. q>"
vorigen Bezeichnung, nahe genug d qp'" =
Cos. qf. Cos cp "
Cos. qp. Cos. q!
Cos. qp. Cos. qp'
Daraus folgt d rj — d q> il —
und dieses
wird = 0> das ist, die Strahlen werden gleich stark gebro-
chen, behalten also ihre Neigung von 31' auch nacli der Bre-chung, wenn qp=zq/"^ qp"= <p ist; aber in jedem andern Falle
findet eine Aenderung der Neigung der gebrochenen Strahlenstatt, die für a — 60° und /u — wenn qp'" = 85° ist, aufd qp"'= 8. d q> steigt. Der vom einen Sonnenrande unter demWinkel qp = 28° auffallende Strahl giebt q!" = 87° 29', dervom andern Sonnenrande unter dem Winkel qp = 28° 31' auf-fallende Strahl giebt qp"'=83°8', also beide Strahlen beimHervorgehen um 4|° divergirend, dagegen für qp=4S° 5' undVII. ßd. Ooo