Ei n fach es.
935
unsre Aufmerksamkeit zu richten pflegen; aber schon in Bleiden die Lichtstrahlen eine Zuriickwerfung, ein Theil desLichts geht daher fiir jenes Farbenbild verloren und zeigt unsbei E ein Sonnenbild. Dafs dieses ein weifses Sonnenbildseyn mufs, erhellet leicht, da bei der Reflexion keine Far-benzerstreuung statt findet. Ein zweites von der Zurückwer-fung abhängendes Sonnenbild entsteht dadurch, dafs der bei Cauf die Rückseite des Prisma’s treffende Lichtstrahl nicht canz
O
hervordringt, sondern zum Theil nach CF zurückgeworfenwird, dann aber, bei F gebrochen, nach der Richtung FGhervorgeht. Es ist leicht zu übersehn , dafs in dem Falle, wodie beiden "Winkel L und M des Prisma’s gleich sind, F G un-ter eben dem Winkel gegen das Einfallsloth geneigt hervorgehenwird, unter welchem AR gegen das Einfallsloth geneigt war;dann aber mufs auch nothwendig FG ein weifser Lichtstrahlseyn, so gut wie AB es war, indem von dem Grade derBrechbarkeit dann nichts abhängt, ln jedem andern Falle, woM == u von L= a verschieden ist, erhält man für die durchCF undFG mit dem Einfallslothe gebildete Winkel, die ich= qpiv, (jpy nennen will, Werthe, die von p i abhängen, nämlich
<jpiv = u — <f Sin. <jpv — -— Sin. qp'v = — Sin. («' — qp")
1 „
statt dafs Sin. qp = — Sin. (a — qp" ) war; hier findet also für
FG eine Zerspaltung in Farbenstrahlen statt, und nur in die-sem Falle erhält das Bild bei G einige Färbung. Bei F wirdaber wieder ein Theil des Strahls reflectirt, dieser geht bei Knach der Richtung KP hervor und giebt ein farbiges Bild.Um dieses näher nachzuweisen, will ich nur den Fall be-trachten , da alle Winkel des Prisma’s = 60° sind und dieBrechung so geschieht, dafs der mittlere Farbenstrahl in B Cgleiche Winkel mit beiden Seitenflächen macht, oder dafsqp’ = cp" = 30° ist; offenbar macht dann auch CF an F einenWinkel = 30° mit dem Einfallslothe, und eben das ist bei Kder Fall. Hier wird aber der Strahl zerstreut, indem der stär-ker gebrochene Strahl bei B eine kleinere Neigung gegen dasEinfallsloth hat, als der mittlere Strahl, bei C eine ebensoviel grtjfsere, als bei F eine ebensoviel kleinere und bei K eineebensoviel gröfsere; ist aber der violette Strahl um d qp mehrals der gelbe bei K gegen das Einfallsloth geneigt, so vermehrt
0 o o 2