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Siebenter Band. N - R.
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Luftpyrometer.

als sie anfangs beim Stande der Schwefelsäure auf dem An-fangspuncte der Scale war. Welche Flüssigkeit man übrigenszum Absperren beider, hicht eben nothwendig einander glei-chen, Mengen von Luft wählen mag, Quecksilber oder Schwe-felsäure, so darf diese nicht bis an die Mündung des engenRohrs reichen, weil sonst leicht etwas in dieses eindrin^en

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kann, was sich nicht füglich durch ein anderes Mittel alsAusglühen \Vieder austreiben läfst. Ist der Apparat auf diebeschriebene Weise eingerichtet, was namentlich in Beziehungauf die Verfertigung der Platinkugel und des zugleich sowohlhinlänglich langen als auch mit einem gehörig engen Canaleversehenen Rohrs für die jetzige Technik keineswegs zu schwie-rig ist, hat man demnächst die Scale nach einem genauenThermometer mit der erforderlichen Schärfe graduirt, so istman im Besitze eines Pyrometers, welches alle bisher angege-bene bei weitem übertrifft, indem dasselbe die feinsten Tem-peraturunterschiede von mittlerer Wärme bis zur höchstenGlühhitze anzugeben vermag, und aufserdem der Flitze stetsausgesetzt bleiben kann, wenn man bei einigen technischenProcessen, z. B., wie Neumanjt sehr treffend bemerkt, beider Verfertigung von Glasarten zu optischen Zwecken, oder,wie sich leicht hinzusetzen läfst, beim Brennen feinerer Por-zellanwaaren, einen unveränderlichen und zugleich nicht all-zustarken Flitzegrad fortdauernd verlangt.

Die bereits ausgeführten Exemplare dieses Pyrometers ha-ben im Wesentlichen folgende leicht verständliche Einrichtung.

Die Kugel, deren Inhalt ungefähr einen Kubikzoll beträgt,nebst der langen und daher leicht biegsamen Röhre bedarfkeiner Zeichnung. Die Gestalt des Luftbehälters ist willkür-lich; auch wird nicht erfordert, dafs derselbe ohne alle Lö-thung sey, wie an dem vorhandnen Exemplare mit grofserMühe ausgeführt wurde, indem die später zu beschreibendeArt der Verfertigung beweist, dafs nach Poüillet’s Erfahrun-gen selbst gelöthete Kugeln die Weilsglühhitze ohne Nach-theil aushalten; auf jeden Fall aber mufs der innere Raum derRöhre höchst eng seyn. Beim wirklichen Gebrauche in star-ker Hitze scheint es räthlich, den kugelförmigen Körper durchdas Flineinlegen in einen höchst unschmelzbaren Tiegel gegenäulsere Beschädigung zu schützen. Zum Mefsapparate gehörteine verticale Glasscheibe AB, auf einem Fufsbrete CD be-^‘

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