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Siebenter Band. N - R.
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Quelle.

Perrault 1 ist zum Theil Anhänger dieser Hypothese. Nachihm entstehn die Flüsse aus zusammengeilossenem Schnee-und Regenwasser, die Quellen und Brunnen des platten Lan-des aus dem in die Erde dringenden Wasser der Flüsse, dieQuellen höherer Berge aber aus einer im Innern statt finden-den Verdampfung. Zur Unterstützung der letztem Meinungerzählt er, dafs auf dem Berge Odmiloost in Slavonien Steinegebrochen wurden, und als man his 10 F. Tiefe gekommenwar, drang ein starker Dunst mit grofser Gewalt hervor, wel-cher 13 Tage anhielt, aber nach 3 Wochen waren alle Quel-len der Umgegend vertrocknet. Auch in der Nähe von Paris versiegte eine Quelle, die eine Mühle trieb, zum Theil, alsman in der Nähe einen Steinbruch geöffnet hatte, aus wel-chem ein starker Dunst drang, erhielt jedoch ihr Wasser wie-der, nachdem der Steinbruch vermauert war.

Eine zweite, gleichfalls mit großem Beifalle aufgenommene,Hypothese ist durch Kircher am meisten bekannt geworden,rührt aber schon von Varenius 1 2 und Derham 3 her. Diesenahmen an, das Wasser des Meers steige in den feinen Zwi-schenräumen der Erde und der Felsen, wie in Haarröhrchen,auf, halte den Boden stets feucht, sammle sich in Räumenund fliefse dann ab. Kihcheh behauptet eine kleine Säulevon Gyps verfertigt und oben mit einem Schiisselchen ver-sehn zu haben, worin sich das Wasser ansammelte, welchesvom Fufse der Säule aufgesogen wurde; allein die seitdemdurch Theorie und Erfahrung besser begründeten Gesetze derCapillarität ergeben, dafs Kircher diesen Versuch, ebenso wiedie Form der Wölbungen, die er den unterirdischen Flöhlun-gen beilegt, blofs ersonnen habe. Luxors fand dieses bereitsdurch wirkliche Ausführung des angegebnen Versuchs, Per-rault aber setzte eine bleierne Röhre mit trocknem durch-gesiebtem Flufssande gefüllt aufrecht 4 I-.in. tief ins Wasserund fand nach 24 Stunden den Sand 18 Z. hoch angefeuch-tet. Er bohrte daher nur 2 Zoll über der Oberfläche desWassers ein Loch von etwa 8 Lin. Durchmesser in die Röhre,steckte eine schiefe, mit trocknem Sande gefüllte Rinne hinein

1 Oeuv. div. T. If. p. 7S7.

2 Geogr. gener. Cap. 15. prop. 5.

3 Physicotheology. L. II. e. 5.