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Ursprung derselben.
die einzigen Ursachen derselben sind; Letzterer dagegen be-schreibt den ganzen Procefs der Quellenbildung den wesent-lichsten Theilen nach, ohne jedoch den eigentlichen Grundder fortdauernden gröfsern Kälte hoher Bergspitzen als Haupt-bedingung der reichlichen Niederschläge auf denselben genü-gend nachzuweisen, wovon die Thatsache zwar unwidersprech-lich begründet ist, die eigentliche physikalische Erklärung abernoch vielen Schwierigkeiten unterliegt.
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Dennoch haben sich in der neuesten Zeit einige wenigeGelehrte gegen diese Theorie vom Ursprünge der Quellen er-klärt, indem sie es vorziehn, denselben lieber von unbe-kannten Kräften abzuleiten, obgleich die Physik erst seit derVerbannung solcher verborgener Kräfte und der Einfiihrungeiner einfachen geometrischen Erklärungsart der Phänomeneihre bedeutendsten Fortschritte gemacht hat. Meistens stützenjene sich hierbei auf die Autorität Kefpler’s 1 , nach dessenAnsicht die Erde als ein grofses Thier das Meerwasser ein-saugen , dann im Innern weiter verbreiten und daraus dasGrundwasser als Ursache der Quellen bereiten soll. Alleinso scharfsinnig Keppler war, so zeigt sich bei ihm doch auchderEinflufs der damals herrschenden Vorurtheile, namentlich inseinem Glauben an Zauberei, ebenso wie sein grofser Zeitge-nosse Galilei sich aus gleichem Grunde von der Annahmeeines horror vacui nicht losmachen konnte. Aufserdem aberlag das Urtheil über die vorliegende Frage gänzlich aufserdem Kreise der Forschungen Kefpler’s, woraus dann auchdas Grobe und Unbeholfene seiner ganzen Hypothese erklär-lich wird, von der man später jedoch mit Unrecht blofs denSatz, dafs der Erde eine Art animalischen Lebens zukomme,beizubehalten suchte, so treffend auch die Alten die Abwesen-heit einer eigentlichen Vitalität durch den Ausdruck hrutatellus bezeichneten.
Schon am Schlüsse des vorigen Jahrhunderts trat J. K. P.Grimm 2 gegen Otto auf und erklärte nach den Grundsätzender damals neuen antiphlogistischen Chemie die Entstehungdes Grundwassers, woraus die Quellen gespeist würden, auseiner langsamen Verbrennung des Wassersloffgas durch Sauer-
1 Harmonices Mundi Lib. quinque. Lincii 1619. fol. Lib. III.
2 G. II. 356 .