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Siebenter Band. N - R.
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Quell e.

D a g e gen ist wohl erwiesen, dafs einige Quellen als selteneAusnahmen dem in unterirdischen Raumen gebildeten, in käl-teren Wölbungen niedergeschlagenen Wasserdampfe ihren Ur-sprung verdanken, ein I’rocefs, welcher hauptsächlich in vul-canischen Gegenden statt findet. So fand Dolomieu auf derInsel Pentellaria in einem Gebirge eine Grotte, aus deren Ro-den ein feuchter Dunst drang, welcher sich an der Wölbungverdichtete und eine perennirende Quelle bildete. Auf Strom-boli befindet sich in einem aus Schlacken und vulcanischerAsche gebildeten Hiigel eine Quelle, die frisches, trinkbaresWasser liefert und auch dann nicht versiegt, wenn eine an-dre, tiefer am Fufse des Dergs liegende, vertrocknet, welchesjährlich wenigstens einmal erfolgt. Die unfruchtbare Wölbungdes Hügels kann jene Quelle nicht aus dem Wasser der lly-drometeore erzeugen, und man mufs daher annehmen, dafs sieaus den von innen aufsteigenden Dämpfen gebildet werde.Auch auf dem Berge Calogero auf Sicilien, Pentellaria gegen-über, steigen Dämpfe aus einer Höhle empor, verdichten sichzu Tropfen und bilden eine perennirende Quelle * 1 .

Die hier mitgetheilte, auf genügende Gründe gestützte,Theorie der Quellen steht mit den zahlreichsten unzweideuti-gen Naturerscheinungen in so innigem Zusammenhänge, dafs dieNaturforscher der neuesten Zeit insgesammt Anhänger derselbensind. Als Autoritäten wird es daher genügen, nur noch etwazwei zu nennen, nämlich Cüvieh 2 und Behzelius 3 . Erste-rer äufsert sich nur im Allgemeinen , aber sehr bestimmt, hier-über, indem er sagt, dafs in Beziehung auf den Ursprung derQuellen und Flüsse nichts zu wünschen übrig bleibe, da esbewiesen sey, dafs der Regen und die übrigen Hydrometeore

nem Haarröhrchen von 0,06 Z. Durchmesser das Wasser 0,61 Z. hochaufsteigt, folglich für die 1S57 F. hohe Quelle des Tafelbergs Haar-röhrchen von weniger als einem halben Millionstel Z. Durchmessererforderlich seyn würden. Allein in so engen Räumen steigt dasWasser überall nicht, indem das starke Zusammenpressen der Körperdas Eindringen desselben verhindert.

1 Dolomiec Reisen nach den Lipar. Inseln. Uebers. von Licn-terberc. Leipz. 1783. S. 156. Ferrara Carnpi Flegrei. p. 43.

2 Geschichte der Fortschritte der Naturwissenschaften. Ueb. vonWiese. Bd. I. S. 131.

3 Lehrbuch der Chemie. Bd. I. S. 403.