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Siebenter Band. N - R.
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Quelle.

Quellen oft genug wahrgenommen worden, um diese ohnehinwahrscheinliche Thatsache sattsam zu beweisen.

Kefersteiht huldigt diesemnach einer andern Theorie,welche der Erde ein organisches Leben und ein hierdurchbedingtes Athmen beilegt, in Folge dessen atmosphärische Lufteingesogen, mephitische dagegen ausgestofsen und aus demSauerstoffgas der Atmosphäre das Wasser der Quellen gebildetwerden soll. Dieses ist eine Hypothese, die billig erst be-wiesen oder mindestens durch Gründe unterstützt werdensollte; denn es genügt nicht zu fordern, dafs dieselbe wider-legt werden möge. Inzwischen finde ich keinen andern Be-weis angeführt, aufserden, dafs die Erde mephitische Gasar-ten ausstöfst, woraus dann das Athmen derselben und die Was-serbildung in ihrem Innern gefolgert wird. Allein stf gewifses auch ist, dafs einige mineralische Quellen, die Vulcane undmanche Höhlen eine grofse Menge mephitischer Gasarten aus-stofsen, so ist damit dieser Exhalationsprocefs über die ganzeErdoberfläche, namentlich über die weiten Ebenen, noch kei-neswegs erwiesen, und wenn man auch die gesammte Mengeder ausgestofsenen Gase nach ungefährem Ueberschlage verei-nigt dächte, so würde das dieser zugehörige Sauerstoffgas nachachthundertmaliger Verdichtung noch nicht hinreichen, um dasWasser nur eines einzigen Stroms, z. B. des Rheins, des Pooder gar der Donau zu liefern, nicht zu gedenken, dafs derUrsprung des zur Wasserbildung erforderlichen Hydrogengas,dessen Menge dem Volumen nach doppelt so grofs seyn müfste,nicht nur nicht nachgewiesen, sondern selbst die Nothwen-digkeit und Möglichkeit von dessen Existenz mit keinem Wortenur erwähnt wird. Wie oft daher auch wiederholt werdenmag, dafs die Erde mephitische Gasarten ausstofse und dafssolche sich in manchen Bestandtheilen ihrer äufsern Krustebefinden, gleichsam als wollte man hierdurch die Aufmerk-samkeit von der eigentlichen Schwierigkeit der Aufgabe ablen-ken, so ist damit die Hypothese noch nicht einmal zum vier-ten Theile begründet, indem die eine Hälfte der zur Was-serbildung erforderlichen Substanzen gar nicht berücksichtigtund über die andere keine Bestimmung des Quantitativen bei-gebracht wird. Ganz anders verfuhr Mariotte, indem erzur Unterstützung seiner Hypothese eine Berechnung der Was-sermenge, die durch die Hydrometeore gegeben wird und die