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Siebenter Band. N - R.
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Quelle.

Brunnen finden''urid dürfe nui 1 tief genug bohren, um sie zuerhalten 1 . ' » n: ™

Bei ‘den Böhrbrunnen beabsichtigt man, eine unterirdischeQuelle Zu'finden, wie diese eben beschrieben worden sind, unddet Zweck ist daher kein anderer als derjenige, den man beimGraben der Brunnen zu erreichen wünscht, selbst das Verfah-ren ist dem Wesen nach dasselbe, jedoch sind die Kostendes Bohrens ungleich geringer als die des Grabens, hauptsäch-lich aber kann man durch das erstere Verfahren überall undviel leichter zu bedeutenden Tiefen gelangen, als durch dasletztere. Es liegt z. B. nicht aufser dem Bereiche der Mö<*-lichkeit, bis zu mehr als 1000 F. Tiefe zu bohren und dieso tief liegenden Quellen bis zur Oberfläche der Erde zu för-dern, die Anlage eines so tief gegrabenen Brunnens würdeaber fast unerschwingliche Kosten verursachen und könnteunter ungünstigen Umständen durch den Zudrang des vonoben und seitwärts einsickernden Wassers und den Druck deslockern Erdreichs leicht ganz unmöglich werden. Obgleichman aber in Gemäfsheit der oben bereits angestellten Betrach-tungen durch das Graben und Bohren leicht und mit gröfsterWahrscheinlichkeit überall zu einer Ansammlung von jenemsogenannten Tagewasser gelangt, so sind solche doch auf jedenFall keine Quellen, die man durch Graben oder Bohren zuerreichen beabsichtigt, ln jenem Falle ist es aber weit besser,Brunnen zu graben, als zu bohren , weil sich in den gröfsernRäumen mehr Wasser, welches der Natur der Sache nach inder Regel nicht tief zu suchen ist, ansammelt, womit mansich beim Mangel eigentlicher Quellen behelfen mufs, obgleiches schlechter ist und solche Brunnen bei anhaltender Dürreund weiter Entfernung von Seen oder Flüssen leicht versie-gen. Hiernach ist also das Bohren der Brunnen in solchenGegenden, in denen man eigentliche Quellen nicht erwartenkann, nicht blofs unsicher, sondern auch ganz nutzlos. Letz-teres ist z. B. der Fall in weiten Ebenen, in denen sich keinebewaldeten Hügel oder Wälder befinden ; in solchen Gegenden,wo das Wasser der Hydrometeore durch die fruchtbare Erd-kruste aufgesogen wird und zur Ernährung der Pflanzen dientoder verdunstet, insbesondere wenn die tiefem Erdschichten

1 Bibliothcque univ. T. XXXIX. p. 193. 204.