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Siebenter Band. N - R.
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Artesische Brunnen.

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Jocker und sandig sind, in denen sich daher die von entfern-ten Hügeln herabfliefsenden Quellen verlieren , ehe sie an denOrt gelangen können, wo man sie für n Brunnen zu benutzenwünscht. Wem die Vorstellung vom . Ursprünge und demVerhalten der Quellen geläufig ist, der wird nach vorgängigerUntersuchung der ßeosnostischen Beschaffenheit eines bestimm-ten Orts und seiner Umgebungen leicht entscheiden können,welche geringere oder, greisere Wahrscheinlichkeit des Auffin-dens einer Quelle vorhanden ist i . Von der Unmöglichkeitoder, wenn man diese nicht zugestehn will, der höchsten Un-wahrscheinlichkeit des Vorhandenseyns solcher sogenannter le-bendiger Quellen in der Tiefe beginnt die geringere Wahr-scheinlichkeit, sie zu finden, bis zur höchsten, nahe an Ge-wissheit grenzenden, wonach es dann zu beurtheilen ist, obman überhaupt Bohrversuche anstellen und wie weit man sieim Falle des Mifslingens fortsetzen soll; denn es ist auf derandern Seite wiederum klar, dafs auch unter den günstigstenBedingungen solche Quellen sich nicht an allen Puncten ir-gend eines gegebenen Orts vorfinden, weswegen es Beispielegiebt, dafs man an gewissen Stellen sie antrifft, an andern,selbst nicht viele Fufs davon entfernten aber sie vergebenssucht. Auf gleiche Weise ist es sehr auffallend, dafs man anOrten, die nur wenige Schritte von einander abstehn, artesi-sche Quellen findet, deren jede für sich zu bestehn scheintund aus denen das Wasser sogar ungleich hoch steigt, ins-besondere wenn sie bis zu verschiedenen Tiefen gebohrt sind 2 .Hierüber lassen sich aufser allgemeinen, nach den Oertlich-keiten zu modificirenden, Regeln keine speciellen Vorschriftenertheilen.

Es ereignet sich bei den gegrabenen sowohl als auch dengebohrten Brunnen zuweilen, dafs das erreichte ächte Quell-wasser hoch und selbst bis über die Oberfläche der Erde em-porsteigt; am meisten ist dieses jedoch bei den gebohrten derFall, indem sich bei den gegrabenen das wirklich aufsteigendeWasser sehr leicht in den obern, lockern Erdschichten ver-

1 Vergl. Hericart de Thury in Ann. des mines. T. VI. p. 321.,welcher aus solchen Gründen folgerte, dafs bei Lyon keine artesischenBrunnen zu erwarten seyen.

2 Ebeuders. in Annal . de l’lndust. T. II. p. 62.