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Siebenter Band. N - R.
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T emperatu r.

andern Orten dieser Landschaft giebt es Quellen , die der ge-wöhnlichen Regel zuwider bei trocknem Wetter fliefsen, beiregnerischem gänzlich versiegen 1 . In Terra di Lavoro rechtsvom Rio di Sciavi befinden sich in einem Thale zwei Quel-len , wovon die eine in unregelmäfsigen Intervallen fliefst undausbleibt, jederzeit hat aber das zuerst kommende Wasser ei-nen ekelhaften Geschmack nach Alaun, der sich in einigenMinuten verliert 2 . Als eine Merkwürdigkeit eigenthiimlicherArt verdient noch bemerkt zu werden, dafs der Schlofsbrun-nen in Carlsbad am 2. Sept. 1809 plötzlich versiegte, am 15.Oct. 1823 aber mit seiner frühem Stärke wieder zn fliefsenan fing.

V. Temperatur der Quellen.

Die Temperatur der Quellen wird zunächst durch zweiUrsachen bedingt, nämlich durch die der Uydrometeore, de-nen sie ihren Ursprung verdanken, und durch die der Erd-kruste , in welcher sie entstehn und fortfliefsen. Man hat da-her die Wärme der Quellen in den neuesten Zeiten mit vielemKleifse und grofser Sorgfalt untersucht, um aus ihr die mittlereTemperatur der verschiednen Orte zu bestimmen, wie bereitsim Allgemeinen erwähnt worden ist 3 , später aber ein Gegen-stand genauerer Untersuchung seyn mufs, wenn von der mitt-lern Temperatur der Erdoberfläche speciell gehandelt wird.Beschränken wir uns hier gleichfalls nur auf das Allgemeine,so ist klar, dafs die Temperatur der Quellen verschieden seynmufs, je nachdem die eine oder die andere der angegebnenUrsachen einen gröfsern oder geringem Einflufs ausiibt. Wennwir hiervon ausgehn, #o lassen sich füglich die veränderlichenvon den gleichbleibenden unterscheiden.

Eine veränderliche Temperatur zeigen diejenigen Quel-len, welche aus sehr geringen Tiefen hervorkommen, bis wo-hin der Einflufs der täglich und jährlich wechselnden Wärme

1 Wagener Hist. nat. Helvet.

2 Valiskeri in v. Crell’s neuem ehern. Arch. T. I. p. 309. Ueberdie intermittirenden Quellen .überhaupt s. Otto System einer allge-meinen Hydrogr. S. 121.

3 S. Erde Bd. III. S. 989.