Band 
Siebenter Band. N - R.
Seite
1093
JPEG-Download
 

Bestandtheile.

1093

ertheilt, einige vegetabilische Substanzen, mineralische Salzeund hauptsächlich Kalkerde, die sich nach längerer Zeit an denWandungen der Gläser ansetzen und diese trüben.

Enthält das Wasser der Quellen eine gröfsere Quantitätbeigemischter Substanzen, so gehören sie zu den mineralischenden Mineralquellen, die man wegen ihres Einflusses auf dieGesundheit auch Heilquellen zu nennen pflegt, jedoch rech-net man zu diesen auch solche heifse Quellen, deren Wasserso rein als das gewöhnliche ist. Die Temperatur der Mine-ralquellen übertrillt bei der Mehrzahl derselben die mittlere derin ihrer Gegend befindlichen reinen, ist stets gleichbleibend,und diese gehören also zu den Thermen; einige sind jedochnicht wärmer, vielmehr sollen wenige sogar eine noch gerin-eere Wärme haben. Zur Uebersicht derselben 1 scheint es mir

O

am zweckmäfsigsten, sie nach denjenigen Bestandteilen zuordnen, die ihren hervorstechenden Charakter bezeichnen undmeistens Veranlassung zu ihrer Benennung gegeben haben,dann ihre sonstigen wesentlichen Bestandtheile, wenn solchevorhanden sind, ihre Temperatur und die Gebirgsart, woraussie entspringen, hinzuzufügen, soweit dieses alles bis jetztbekannt ist 2 , wobei jedoch die bereits genannten Soolquellenoder Kochsalzquellen zu übergehn sind.

1. Chemisch indifferente Quellen oder heifse Quellenvon süfsem Wasser giebt es in allen Weltteilen und sie ent-springen insgesammt entweder aus vulcanischen oder aus Ur—gebirgsarten, wie hauptsächlich v. Hümsoldt 3 4 zuerst aufge-funden und ungeachtet der ihm gemachten Einwendungen be-stimmt behauptet hat, andere aber gleichfalls bestätigt haben,unter denen blofs Bkongniart 4 genannt werden möge. Mit

1 Die hier folgende Uebersicht ist anf keine Weise vollständig,auch scheint mir dieses hier unnöthig zu seyn. Ungleich vollständi-gere Tabellen giebt Keeersteis in: Zeitung für Geognosie u. s. w.1827. St. IV. S. 1 bis 60. St. VI. S. 1 bis 28.

2 Eine alphabetisch geordnete, hier benutzte, tabellarische Ue-bersicht giebt C. Stocke in: Abhandlung von den Mineralquellen imAllgemeinen und Versuch einer Zusammenstellung von 880 der be-kannteren Mineralquellen und Salinen Deutschlands, der Schweiz undeiniger angrenzenden Länder. Cöln 1831. kl. Fol.

3 Reisen. D. Ueb. Th. III. S. 42.

4 Histoire naturelle de l’Eau. p. 23.

VII. ßd.

Aaaa