B es tan d tli eil e. 1107
saurem Natron. Piamont hat bedeutend heifse Schwefelther-men zu Viray aus Kalkstein ; zu Brida von 36° aus Talk-schiefer und zu Salins von 37°, 5 aus Kalk entspringend; eben-so Savoyen zu Didier am Montblanc in 3750 Höhe von 34°bis 44° aus Granit, zu Gervais von 43°,75 aus Talkschiefer undzu Aix les Bains von 56° aus Jurakalk. In Frankreich sinddie berühmten zu Bagn^res de Luchon und Bar^ges, beide inden Pyrenäen , die zu Bagnoles von 45°, zu Lamotte imDep. Is£re von 80°, zu Digne im Dep. des basses Alpes von50° aus Granit und zu Enghien mit Kalksalzen aus Kreideentspringend. Nassau , sonst so reich an Mineralquellen, hatnur die unbedeutenden Schwefelquellen zu Sironabad mit Koch-salz und zu Weilburg mit Natron. In Preufsen sind die min-der bedeutenden zu Tennstedt und Langensalza im Sächsi-schen , beide mit Kalksalzen und aus Muschelkalk entsprin-gend; zu Morsleben bei Magdeburg aus Lias; zu Kressowitzein Posen aus jüngerem Flötzgebirge; zu Viestel in Westpha-len, mit salzsaurem Natron; zu Burtscheid am Niederrhein von44° bis 5S° und die berühmteste unter allen zu Aachen mitsalzsaurem Natron von 46° bis 57° Wärme, beide aus Thon-schiefer. In Schlesien entspringen die zu Czarkok, Ribnikund Sophienthal aus jüngerem Flötzgebirge, die mit schwefel-saurem Natron und über 30° warme zu Landek aus Gneis. ImHannöver’schen sind unbedeutende Schwefelquellen zu Bent-heim mit schwefelsaurem Kalk und Natron ; zu Winslar beiRehburg und zu Nordheim , beide mit Kalksalzen, letztere10° bis 11",5 warm, und die stärkere zu Limmer mit salzsau-rem Natron, alle aus Lias entspringend. In Hessen ist dieeinzige, aber sehr gehaltreiche und berühmte, Schwefelquellezu Nenndorf; in Bückeburg die ihr gleichstehende zu Eilsen,beide aus Lias entspringend, sehr reich und vielen minerali-schen Schlamm absetzend, denen sich im nördlichen Deutsch-land noch die minder gehaltreichen zu Meinberg im Lippe ’-schen, nebst einem kalkhaltigen Eisensäuerlinge aus Keuperentspringend, zu Doberan in Meklenburg *, aus Diluvium, unddie etwas Gyps haltige zu Berka bei Weimar aus Muschelkalkkommende anreihen lassen. Endlich hat Oesterreich eine
1 HehubstIot Beschreibung und physik. chem.' Zergliederung etc.
Rerl. 1823. 8.