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Ursprung der Mineralquellen. 1117
mancher vorher unbekannter Salzlager hinlänglich bewiesen,dafs alles das, was die Soolquellen in Zeiträumen von Jahr-tausenden liefern, allezeit nur einen kleinen Theil des vor-handenen Vorraths ausmacht 1 , wie man unlängst aus der un-ermefslichen Menge von Steinkohlen schliefsen konnte, welchebei der grenzenlosen Verschwendung derselben in England den-noch für eine unabsehbare Reihe von Jahren ausreichen wer-den. Insbesondere aber fufste man auf die enormen Quanti-täten von Mineralien, welche manche Thermen, namentlichdie Carlsbader, jährlich liefern. Nach ältern Messungen vonBeciikh giebt Klaphoth 2 den jährlichen Ertrag des Sprudelszu 740884 ff Natron, 1132932 ff Glaubersalz, 238209 ffKochsalz, 80020 ff Kalkerde, 17309 ff Kieselerde, 1240 ffEisenocher und 99539 Kub. Fufs Kohlensäure an, und den-noch kennt man diese Quelle sicher bereits seit dem Jahre1347- Obendrein aber hat Gilukkt 3 aus neuern Messungenund durch Berichtigung der angenommenen Mafse bewiesen,dafs diese Angabe unrichtig und der jährliche Ertrag wohlzwanzigmal gröfser ist, wonach allein 130000 Centn. Natronund gegen 200000 Ct. Glaubersalz aus den sämmtlichen Spru-delülfnungen emporkommen. Wenn man aber auch jene obi-gen Messungen um das Zwanzigfache vermehrt, so giebt die-ses zwar, das specifische Gewicht der genannten Substanzenim Mittel zu 1,5 gegen Wasser als Einheit angenommen , dieanscheinend grofse Masse von jährlich 423302 par. K. Fids,allein dieses beträgt nicht mehr als einen Kubikrauvn von145)5 Fufs Seite und 20 Fufs Höhe; es würden aber 54421Jahre erforderlich seyn, um einen Raum von einer einzigenQuadratmeile Fläche und 40 Fufs Höhe zu liefern, welchesgegen den Kubik- Inhalt der Berge, aus denen jene Mineral-quellen llielsen, nur eine unbedeutende Gröfse ist 4 . Man siehthieraus, dafs genaue Berechnungen die Hypothese vieljnehtunterstützen als sie widerlegen.
1 Nach Benzenbe ac, lat das Satzlager unter Wimpfen bei einerQuadratmeile Flächeninhalt 88 Fufs mächtig und liefert für 4 Mil-lionen Fatniben ltfrXX) lahre lang hinlänglich Salz.
2 Beiträge Th. I. S. 322.
3 G. LXX1V. 199.
4 Eine ähnliche Berechnung giebt L. von Bucn ira Bergmänni-sche» Journal. Freib. 1792. 8, 383 ff.