1118
Quelle.
Es ist bereitsim ersten Abschnitte erwähnt worden, dafs Iyefer-steijj* den Ursprung der Quellen aus einem Athmungsprocesseableitet, indem er der Erde ein animalisches oder vegetabili-sches Leben beilegt und das quellende Wasser als ein Pro-duct organischer Thätigkeit betrachtet. Gleichzeitig hiermitund auf gleiche Weise sollen dann auch alle in den Quellenbefindliche Mineralien erzeugt werden, wobei die Vertheidi-ger dieser Hypothese die Art einer solchen Erzeugung keines-wegs aus den vorhandenen Bedingungen ableiten, sondernblol's das präsumirte Leben durch häufige "Wiederholung all-gemeiner Analogieen darzuthun sich bemiihn, zum Beweiseder Entstehung jener Mineralkörper aber sich auf die bekannteErzeugung des Salpeters berufen, gleichsam als ob diese letz-tere ein organischer und nicht vielmehr ein rein unorganischchemischer Procefs wäre , indem zwar organische, aber derLebensthätigkeit längst beraubte und bereits im Zustande derZersetzung begriffene stickstoffhaltige und mit den Salzbasenversehene Substanzen der Luft ausgesetzt werden, um durchAnziehung des Sauerstoffs der Atmosphäre mit Salpetersäuregesclnvängert zu werden. Hierbei geschieht also nichts wei-ter, als dafs durch einen rein chemischen Procefs aus dembereits vorhandenen Stickstoffe und dem angezogenen Sauer-Stoffe Salpetersäure gebildet wird, ohne dafs dabei sich diemindeste Spur der Erzeugung einer nicht bereits in grofserMenge vorhandenen Substanz zeigt. Wie aber die überwie-gende Menge der in der Luft überall fehlenden oder nur inunfnerklichen Quantitäten mechanisch fortgerissenen festen Be-standtheile der Mineralquellen aus ihr entstehn könnte, dar-über giebt das gewählte analoge Beispiel nicht die mindesteAuskunft, die ganze Hypothese ist somit überall nur aufge-stellt, aber keineswegs durch Beweise begründet, und verdientsonach keine Widerlegung.
Nennt man die eben erwähnte Hypothese die organischdynamische, so kann eine andere die elektro - galvanische ge-nannt werden. Sie verdankt ihren Ursprung gleichfalls demStreben nach sogenannten hohem Ansichten, welche man inder Annahme von Thätigkeiten zu finden wähnt, die einer