Band 
Siebenter Band. N - R.
Seite
1135
JPEG-Download
 

1135

W agenrad.

derte. Eine tiefere Untersuchung führt dann zu dem merk-würdigen Resultate, dafs bei niedrigem Vorderrädern diesenein TJieil der Last abgenommen und den Hinterrädern zuge-legt wird, so dafs die Bewegung des Wagens durch diese ex-centrische Richtung der Zugstränge wirklich einige Erleichte-rung erhält, die mit der Verlängerung des Wagens abnimmt.Hieraus folgt also, dafs auf jeden Fall die Vorderräder keinesolche Höhe erhalten dürfen , woraus ein Herabgehn der Zug-stränge unter die horizontale Richtung folgen würde, um somehr als kurzdauernde ungewöhnliche Anstrengungen der Pferde,die ein Vornüberlegen und ein Herabsinken der Höhe ihrerBrust veranlassen, unvermeidlich sind, dafs aber die Vorder-räder immerhin in dieser Beziehung etwas niedriger seyn kön-nen , da aufserdem die Höhe der Räder überhaupt wegen derReibung und Ueberwindung der Widerstände der Strafsen sogrofs seyn mufs, als die so eben angeführte Bedingung, ihrGewicht, die Vermeidung zu starken Schwankens und die er-forderliche Dauerhaftigkeit verstatten.

Als ein Zusatz zur Untersuchung der Wagenräder kannnoch Folgendes betrachtet werden. Alan hat beobachtet, dafsdie Frachtwagen dann von selbst von einer Anhöhe sich her-abbewegen, wenn diese auf 6 Fufs Länge 2 Zoll Steigung hat.Da durch dieses Verhältnifs der Höhe der geneigten Ebenezur Länge = = -j'-g- die Hindernisse der Bewegung über-

wunden werden, so erhält man hierdurch die auf der Ebeneerforderliche Kraft K = 7 <g- P. Nach v. Gehstnek beträgt beigut abgerundeten, obendrein aber bei eisernen Axen und Büch-sen, desgleichen bei guter Schmiere der Reibungscoefficientm = ■§■, welches gewifs nicht zu gering angenommen ist.Wird dieser Werth in die oben mitgetheilte Hauptformel sub-Stituirt und zugleich die Flöhe des Rads = 4, 5 Fufs, derDurchmesser der Axe aber = 3 Zoll gesetzt, so ist

K = m P-ß- = i !*• s'f —

wenn blofs die Reibung als das zu überwindende Flindernifsder Bewegung betrachtet wird. Da aber so eben K = ge-funden ist, so folgt aus 7 '^ — t 4t = »V> dafs die übrigen Hin-dernisse der Bewegung im Verhältnisse von 144 ; 48 zur Rei-bung stehn oder dreimal gröfser sind. Wird der eben ge-fundene Coefficient der Summe aller Widerstände als richtig

i