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Rad.
vortheilhafter sey, bei hinlänglichem oder überflüssigem Was-servorrathe mehrere Räder neben einander in eigenen Schuls-gerinnen, oder hinter einander in dem nämlichen Schufsge-rinne anzulegen. V. Gehstneii erhält als Resultat seiner Un-tersuchungen, dafs die letztere Einrichtung bei weitem dengröfsern Nutzeffect gewährt, welches eine Folge der bessernBenutzung des sonst wirkungslos abfliefsenden Wassers ist.
b. Oberschlächtige Mühlräder.
Die oberschlächtigen Mühlräder (Roues ä augets; Over—ahot- wheels) bestanden nach der ältern mangelhaften Con-struction aus einem Kranze mit Schaufeln , nach Art der Strau-berräder , von nicht grofsem Durchmesser, wobei das aus be-trächtlicher Höhe in einem stark geneigten Gerinne herabschie-fsende Wasser gegen die Schaufeln stiefs und dadurch das Radumdrehte. Hiernach mufste das Wasser nach seinem erstenStofse sofort wieder von den Schaufeln abfliefsen und seinweiterer Fall blieb also unbenutzt, wogegen die nächste Ver-besserung, indem man die Schaufeln zwischen zwei Ringeeinschlofs und einen Boden unter sie legte, um das abflie-fsende Wasser zurückzuhalten, nicht genugsam sicherte. Manstellte daher die auf gleiche Weise eingeschlossenen Schaufelnschräg; allein hierdurch ging ein grofser Theil des Stofsesverloren und dennoch lief das Wasser sehr bald ab, wenndie Schaufeln nicht sehr schräg gestellt, dadurch aber dieMasse des Holzes und gleichzeitig das Gewicht des Rads be-deutend vermehrt wurden. Gegenwärtig wendet man daherallgemein ^ie gebrochenen oder gekröpften Schaufeln an, wo-216 . von der obere Theil die Stofs- oder Setz - Schaufel, der un-tere dagegen die Kropf- oder Riegelschaufel heifst. DieConstruction dieser Räder unterliegt noch gröfsern Schwierig-keiten, als die der unterschlächtigen, weil dabei viele Bedin-gungen zu berücksichtigen sind , wenn man den vorteilhaf-testen Nutzen von ihnen verlangt, namentlich die gehörigeGröfse der Zellen, damit sie mehr Wasser aufnehmen, diemöglichste Leichtigkeit des Rads, die gehörige Richtung derStofsschaufeln, damit der Stofs am wirksamsten werde, dieerforderliche Neigung derselben, bei welcher sie zugleich dasWasser am längsten zurückhalten , ohne einen Theil desselben