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Siebenter Band. N - R.
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Ramme. 1199

de*. Sie gewahrt nicht blof» den Voitheil der unausgesetztenund schnellem Arbeit, sondern auch die leichte Anwendungder Pferde statt der Menschen, den Gebrauch sehr schwererRammbären und die Möglichkeit, der Laufruthe eine gegenden Horizont geneigte Richtung zu geben, um Pfähle in schie-fer Richtung einzurammen. Mit Uebergehung einer Beschrei-bung des Schwellwerks will ich nur bemerken, dafs die Lauf-ruthe JT auf dem Schieber JM befestigt ist, durch dessen Fig.Verschieben und Feststellen vermittelst eines Nagels sie in dem^^ -Balken U verschiebbar in eine schräge Lage gebracht werdenkann. Das Rammtau ist an die Zange W geknüpft, läuft dannüber das Rad E* und von da herabwärts über ein zweites et-was schräg gerichtetes E zur Trommel lm, welche aus zweiparallelen Scheiben mit zwischengesteckten Stäben besteht.

Die Trommel ruht mit einer zweiten untern Scheibe oo aufdem verticalen Tummelbaume K, welcher unten auf einemeisernen Zapfen ruht und oben eine im Querbalken F Q* dreh-bare Spindel trägt, die zugleich mitten durch die Scheibender Trommel gesteckt ist. Durch den Tummelbaum sind 12oder mehr hinlänglich starke und zu gröfserer Festigkeit inihrer Mitte durch Querhölzer gesteifte Handhaben n, n ge-steckt, an deren äufsern abgerundeten Enden die erforderlichenArbeiter die Umdrehung bewirken. Bei der in Wien gebrauch-ten Maschine waren diese Stangen mit Federn versehn, diezur Controle der Arbeiter mit 25 oder 30 5? Kraft gedrücktwerden mufsten , wenn nicht der folgende Arbeiter dem Vor-dermann auf die Fersen treten sollte; es waren meistens 18bis 24 Arbeiter angestellt, und das Gewicht des Rammbärenkonnte daher 13 bis 20 Centner betragen. Der Rammbär kannbis zu beliebiger Höhe gehoben werden, auf welcher die Zan-ge sich von selbst öffnet und ihn frei an dem Laufbalkenherabgleiten läfst. Sobald dieses geschieht, hebt ein Arbeiterden Arm q des in s beweglichen Hebels, welcher durch dieFeder unterhalb r stets herabgedrückt wird, der andere Armzieht den Riegel rp herab, welcher in eins der acht Löcherin der Scheibe oo falst und die Trommel nöthigt, gleich-

1 v. Gerstneh Handbuch der Mechanik u. s. w. Th. III- Prag 1832.S. 129. Dort findet man zugleich eine ausführliche Beschreibung derverschiedenen Rammen.