Band 
Siebenter Band. N - R.
Seite
1198
JPEG-Download
 

1198

11 a ra in e.

grofse Geschwindigkeit zuläfst, für Menschen und Pferde ein-gerichtet werden kann, den Kammklotz zu sehr ungleichenHöhen zu heben gestattet und genauen Berechnungen gemäfsdas Einrammen der Pfähle unter gleichen Bedingungen mit nurungefähr dem fünften Theile der Kosten bewirkt. Der Ramm-Fig.bär wiegt bei dieser Maschine nicht mehr als gleichfalls 300^■^•bis 400 Kilogramme, ist von Holz, mit eisernen Bändern be-schlagen, ohne Ring, welcher das Seil leicht zeTScheuert, in-dem dieses vielmehr auf die aus der Figur ersichtliche Weiseum ihn geschlungen wird, und gleitet durch die Arme A, A'regulirt zwischen den beiden Balken NQ, die hierbei die so-genannte Laufruthe bilden. Das andere Ende des Ramm-taues wird um eine dicke Walze gewunden, welche um die^•Zapfen AB leicht beweglich umläuft. Ihre Umdrehung ge-schieht vermittelst des gezahnten Rads CD durch das Getrie-be P, welches auf der vierkantigen Stange NN' verschiebbarist. Man sieht ohne weitere Erläuterung, dafs letztere mitden runden Theilen in den Lagern qq' ruhend durch die Kur-beln MM' umgedreht wird, jedoch kann diese Umdrehungauch leicht durch Pferde vermittelst eines Rads geschehn.Der um den Zapfen O bewegliche Hebel Q r hat an seinemkürzern Ende r einen Ring, in welchem sich ein Kranz amGetriebe P frei umdreht. Ist der Rammbär zur erforderlichenHöhe gehoben, so wird der Hebelarm Q zur Seite gedrücktund der andere Arm r schiebt das Getriebe P aus den Zähnendes Rads, weshalb die Trommel D zurückschnellt und derRammklotz herabfällt; schiebt man demnach den längern He-belarm wieder bis gegen den Anhaltpunct L, so hat das Ge-triebe wieder gefafst und das Rad bewegt sich wie zuvor.Um endlich das Rad, wenn es nöthig ist, festzustellen,schiebt man den Nagel xy zwischen die Speichen des-selben *.

Noch vorzüglicher scheint mir diejenige Construction derKunstramme, welche durch den Wasserbaudirector Brequem inWien erfunden, von diesem bei den Bauten an der Donau unter Kaiser Joseph angewandt und später durch FranzJoseph und Franz Aston v. Gerstner bei wiederhol-ter praktischer Anwendung als sehr brauchbar befunden wur—

1 Hachette Traite' dlem. des Machines p. 413.