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Siebenter Band. N - R.
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Regen.

gleichen die durch Maufehtuis in Lappland gemachte Be-obachtung, dafs die in warme Zimmer dringende kalte Luftsogleich feinen Schnee erzeugte. Vermöge unserer gegenwär-tigen genauem Kenntnifs vom Wesen der Daropfbildung wirddie Richtigkeit dieser Behauptung nicht blofs von selbst klar,sondern das Ganze läfst sich auch auf bestimmte Zahlengröfsenzurüekführen, aus denen dann noch aufserdem hervorgeht,dafs der Wassergehalt der Atmosphäre hinreicht, um in Folgeeiner erfahrungsmäfsigen Abkühlung die stärksten Regengüssezu erzeugen. Die Bestimmungen der Dichtigkeiten des Was-serdampfes sind zwar nicht mit absoluter Uebereinstimmungfestgesetzt, weichen aber insbesondere für die mittlern Ther-mometergrade so unbedeutend von einander ab, dafs darauskeine merklichen Unterschiede hervorgehn können, und ichwähle daher unbedenklich die in diesem Werke bereits mit-getheilten 1 2 . Würden also gleiche Mengen Luft, die eine von20° R-, die andere von 10” R. Wärme, beide mit Wasserdampfgesättigt, vereint, so wäre ihre mittlere Temperatur 15° R.Nach der angezeigten Tabelle aber betragen die Dichtigkeitendes Wasserdampfs für die erstere Temperatur 0,017167, für die* zweite 0,007614, mithin das arithmetische Mittel 0,012391,und da der Temperatur von 15° R. nur 0,011584 zugehört, somüfste Wasserdampf von der Dichtigkeit = 0,000807 frei wer-den, d. h. es mufs ein Dunst, ein Nebel oder ein wässerigerNiederschlag entstehn. Dafs die Abkühlung wärmerer Luft-massen sofort einen Niederschlag erzeugen könne, geht ausden Mittheilungen von Scoresbt 3 hervor, welcher oft beob-achtete , dafs bei südlichen Luftströmungen an der Grenze desausgedehnten Polareises sogleich Schneeflocken herabfielen, wes-wegen Wolken in jenen Gegenden selten sind. Es folgt hier-aus* ferner unmittelbar, dafs die Niederschläge um so viel reicherseyn müssen, je höher die Temperatur vor der Abkühlung ist;denn wollte man die so eben mitgetheilte Berechnung für dieTemperaturen von 30° und 20° R. anstellen, so geben die die-sen zugehörigen Dichtigkeiten, nämlich 0,035171 und 0,017167,als arithmetisches Mittel 0,026169, und da der erzeugten mitt-lern Temperatur von 25° eine Dichtigkeit des Dampfs von

1 S. Dampf Bei. II. S. S71.

2 Mem. of the Werner. Soc. P. II. Vol. II. p. 319.