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Regenbogen.
Die Regenbogen, die man in den Tropfen der Wasser-fälle, in den an Mühlrädern nnihergeschleuderten Tropfen,selbst in den Tropfen, die beim Fahren im Wasser umher-spritzen, zu beobachten pflegt, gehören gleichfalls hierher.
Ebenso leicht sind die meisten Erscheinungen doppelterRegenbogen zu erklären. Diese sieht man nämlich, wennman sich nahe genug an einer grofsen und stillen Wasserflä-che befindet, aus welcher die zurückgeworfenen Sonnenstrah-len auf die Regentropfen fallen und so den doppelten Regen-bogen hervorbringen. Da hier zwei Sonnen , eine ebenso tiefunter dem Horizonte, als die andere über dem Horizonte ihreStrahlen auf die Tropfen werfen, so müssen um beide jenenzwei Sonnen entgegengesetzte Puncte sich Regenbogen bilden,und wirklich haben auch die oft genug beobachteten vier Re-genbogen, zwei Hauptregenbogen und zwei Nebenregenbogen,ganz die Lage , die dieser Ursache gemafs ist. Ich selbst habeeinen solchen vierfachen Regenbogen am Ufer der Nordsee ge-sehn, wo die Wasserfläche zwischen mir und der Sonne lag,und ich bin überzeugt, dals man die Erscheinung am Meereund auf dem Meere oft sehn müfste, wenn nicht das Bild derSonne in den Wellen oft so unbestimmt und ausgedehnt wäre,dafs dadurch die Erscheinung aufgehoben wird'. Ist die Was-serfläche still genug, so zeigen sich die Farben auch in den-durch die abgespiegelte Sonne hervorgebrachten Regenbogenmit sehr schöner Lebhaftigkeit.
Bei diesen Erscheinungen durchschneiden sich die beidenHauptregenbogen und ebenso die beiden Nebenregenbogen amHorizonte; es läfst sich daher eine Beobachtung*, wo ein un-gewöhnlicher Regenbogen den Hanptregenbogen in seinem höch-sten Puncte durchkreuzte, nicht auf diese Weise erklären,sondern man mufs für diesen ungewöhnlichen Fall annehmen,daTs da eine sehr helle und nur kleine Wolke neben der Sonnestand, deren Glanz stark genug war, um.einen andern Regen-bogen hervorzubringen.
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der in Thautropfen erschien, war nur 3 Fufs vor den Füfsen desBeobachters, dessen Schatten gegen 10 Fufs laug war.
1 Beispiele solcher Beobachtungen : Phil. Tr. 1698. 193. Phil. Tr.1793. 1. Mein, de Pari« 1743. hist. 43. G. LX11. 124. l’oggeml.IV. 111. Baumgartner’s Zeitschr. III. 201.
2 Phil. Tr. 1666. 221.