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Siebenter Band. N - R.
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Innerer Nebenhoden.

Diese Erscheinung ist, so viel ich weifs, noch gar nichtgenügend erklärt, und ich nnifs mich daher begnügen anzu-geben, was für Erklärungen man vorgeschlagen hat, wobeiich mich aber kurz werde fassen dürfen, indem alle bisherigeErklärungen viel gegen sich haben.

Die von einigen Schriftstellern geäufserte Meinung, dieganze Erscheinung könne auf Täuschung beruhn, sie sey nurals aus subjectiven Farben entspringend anzusejin, ist gewil'sunrichtig. Wären es blofs subjective Farben , so würde mansie am untern Theile des Regenbogens, an den herabgehen-den Schenkeln, ebenso gut als oben sehn und ein Erscheinenaller Farben schiene ganz unmöglich.

Pejidehton’s Meinung *, dafs die Wiederholung der Farbenmit den Anwandelungen oder, nach unserer jetzigen Art Zureden,mit den Interferenzen in Verbindung stehe, hätte manches für sich,da die mehrmalige Wiederholung der Farben den Erscheinungennicht unähnlich ist, die wir bei Nenvton’s Farbenringen sehn.Aber ich sehe doch nicht ein, wie man bei der gewifs stattfindenden Ungleichheit der Tropfen es glaublich machen wollte,dafs hier eine so übereinstimmende Gleichheit oder genau gleicheDifferenz in der Länge der durchlaufenen Wege statt findensollte, wie sie bei den Interferenzen so unfehlbar nothwen-dig ist. Ebendiese Nothwendigkeit einer strengen Gleichheitscheint mir gegen Hellwag’s Meinung, dafs Wellen auf derOberfläche der Tropfen die Veranlassung dazu geben könn-ten , zu streiten.

Mehr hat Ventuiu’s Erklärung für sich, welcher die Ur-sache dieses Phänomens in einer sphäroidischen Gestalt derTropfen zu finden glaubt 1 2 . Wenn die Tropfen einen kürzernVerticaldurchmesser haben, so wird man ungefähr die Be-trachtung so anstellen können, als ob der Lichtstrahl zwar ineine sphärische Oberfläche bei DBA einfiele, aber auf einer Fiszweiten, nicht demselben Mittelpuncte angehörenden Kugel-fläche SX reflectirt würde. Ist C der ersten Kugelfläche , Qder zweiten Ivugelfläche Mittelpunct und ACS mit den ein-fallenden Strahlen 1B parallel, so findet man den Punct X,

1 Phil. Tr. 1723. 243.

2 G. LII, 385. Venturi Comm. sopra la Storia e le Teoriedelt’ Ottica .