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Regenbogen.
Erklärung ist richtig, insofern er die Zuriickwerfung an derRückseite, einmal bei dem Hauptregenbogen, zweimal bei demNebenregenbogen, sachgemäfs in Betrachtung zieht und auchauf die Brechung beim Eintritte und Austritte genau und mitVoraussetzung eines ziemlich richtigen Brechungsgesetzes Rück-sicht nimmt. Aber seine Versuche mit dem Prisma verleitenihn anzunehmen, die Strahlen könnten nur dann Farben ge-ben, wenn sie im Innern der Kugel unter einem Winkel von30° gegen den Radius geneigt sind, also vor dem Eintritteund nach dem Austritte einen Winkel von 41° 34* mit demRadius bilden. Nach dieser Voraussetzung berechnet er denAbstand des in der Kugel gesehenen Bildes von dem derSonne entgegengesetzten Puncte für einmalige Reflexion , alsoden Halbmesser des ersten Regenbogens == 30° 52*. Fürden zweiten Regenbogen verlangt er wieder, dafs der Strahlbei der zweimaligen Reflexion drei Sehnen durchlaufe, die30° gegen den Radius geneigt sind, und nimmt daher unrich-tig an , der den zweiten Regenbogen gebende Strahl gehe indemselben Puncte wieder hervor, wo er in den Tropfen ein-getreten ist (im 66. Theorem wird dieses vom violetten Strahleausdrücklich bemerkt) 1 . Hiernach findet er dann, dafs derWinkel zwischen dem einfallenden und ausfallenden Strahledem doppelten Einfallswinkel gleich rr= 83° S' seyn müsse,und es ist auffallend, dafs er hierin nicht den Fehler seinerTheorie bemerkt hat, dafs sie nämlich den Halbmesser deszweiten Regenbogens um 30° zu grofs angab.
Jene Grundlage der Theorie des Regenbogens, dafs derStrahl nothwendig im Innern des Tropfens 30° gegen denRadius geneigt fortgehn müsse, scheint mir gänzlich auf derVoraussetzung zu beruhn, dafs nur dann der Strahl einevim colorigenam bekomme, wenn er eben die Brechungenerleidet, die im gleichseitigen Prisma Vorkommen können.Mauci glaubte nämlich nach Theor. 28. sich überzeugt zuhaben, dafs eine Brechung noch keine Farbe hervorbrioge,und obgleich er kein anderes als ein gleichseitiges Frisma an-gewandt zu haben scheint 2 , so sieht er es doch so an, als
1 Er glaubte dieses durch einen Versuch bestätigt zu finden.Theorem 65.
2 Vergl. Art. Prisma. ,