1342 Rcgenmafs.
nung unverändert bleibt, und aus dieser Ursache ist die kreis-runde am meisten geeignet, weil so gestaltete GefäNe äufsernEindrücken am besten widerstehn und am leichtesten genauherzustellen sind. Weil ferner der Inhalt der auffangendenFlache genau gemessen seyn mufs, die auf einen breitenRand fallenden Antheile des Wassers aber leicht in das Ge-fäfs fliefsen könnten, so mufs «in solcher vermieden werden,obgleich es übermäfsige Sorgfalt seyn würde, den Rand ganzeigentlich scharf zu machen, vielmehr wird es keinen merk-lichen Nachtheil herbeiführen, wenn derselbe aus Kupferblechvon 0,2 Lin. Dicke besteht und noch aufserdem durch einenumgelegten schmalen Ring gesteift ist, wonach die Breite derRandfläche 0,4 Lin. betragen würde; bei sehr grofser Sorgfaltkönnte man jedoch auch die äufsere Kante schräg wegnehmen undalso die Breite der Randfläche unbeschadet hinlänglicher Steif-heit auf weniger als 0,2 Lin. herabbringen. Grofse undschnell fallende Regentropfen schlagen mit beträchtlicher Kraftauf den Boden des Gefäfses auf, springen in die Höhe undüber den Rand des Gefäfses. Um daher dieses nicht zu hochzu machen, giebt man ihm schräge Flächen und verengertdie obere OefTnung desselben, wodurch das Herausspringenvermieden wird. Endlich tritt nach dem Regen sogleich wie-der Verdunstung ein, welche im mittlern Deutschland nachden Versuchen von Senff 1 in Dürrenberg ungefähr 2,5 malso viel aus einem Udometer beträgt, als die gesammte hinein-fallende Regenmenge. Weil es aber sehr mühsam seyn würde,das Ilegenmafs' nach jedem Regen sofort auszuschütten, aufser-dem aber das Aufschlagen der Tropfen auf das angesaminelteRegenwasser ein beträchtliches Aufspritzen zur Folge zu ha-ben pflegt, so ist es zweckmäfsig, das Gefäfs nach unten ko-nisch zu vertiefen, damit die einzelnen Tropfen sogleich,ohne der Verdunstung einen merklichen Einflufs zu gestatten,auf der schrägen Fläche herabfliefsen und durch eine engeRöhre in ein anderes Gefäfs gelangen, worin das Wasser einelängere Zeit hindurch angesammelt werden kann, ohne dafsdie Menge desselben wegen der geringen Weite der Zulei-tungsröhre durch Verdunstung merklich verringert wird. Sol-len diese sämmtlichen Zwecke erreicht werden, so kann das
1 Gren Journ. d. Phys. Th. III, S. 687.