nischen Fürsten und die Päbste von Pins III. bis Urbcin VIII.übersahen keine Gelegenheit, ihren Haß gegen England zu schüren.So lange nun Spanien zu fürchten war, behielt die Reformationin England ihren monarchischen Charakter. Es hatte sich aberdieser fürstlichen Reform gleich Anfangs eine volksthümliche gegen'übergestellt, die von Heinrich VIII. gewaltsam niedergehalten,unter Eduard VI. durch einige dogmatische Zugeständnisse imGeiste der lutherischen Lehre zu beschwichtigen gesucht ward.Wie dann die Königin Maria den Katholicismus herstellte, flüch-teten viele englische Protestanten nach Deutschland und derSchweiz, nahmen hier calvinische Grundsätze an, sogen einen Wi-derwillen gegen die Prunkhafte englische Liturgie und Prälatie ein,und es ward nun „die Reform der Reformation" bei Vielen einLoosrus, nachdem mit Elisabeth die Herrschaft des Protestantismuszurückgekehrt war. Knor reformirte Schottland ganz im calvimsti-schen Sinne. Von diesem festen Anhalt im Nachbarlande aus gingennun die puritanischen und presbyterianischcn Grundsätze in Eng-land ein und verdrängten besonders in der Volksschichte der Kauf-leute und kleinen Grundbesitzer die bisherigen lutherischen Ansich-ten. Die demokratischen Staatsideen kamen auch hier in ihremGefolge. Die weitgreifenden Geister, die Puritaner, jene Flücht-linge und Verfolgten hatten aus Genf den theokratischen, alttesta-mentlichen Eifer mitgebracht und waren durch Leiden gereizt undmeuterisch geworden; dem Kircheuprunke feind, wurden sie auch demHofprunke gram; ihre Abneigung gegen die äußere Conformität,die ihnen der Staat aufzwang, trug sich auf den Staat, ihr Haßgegen den römischen Pabst auf den neuen englischen auf dem Kö-nigsthrone über. Sie wollten in Staat und Kirche statt dermonarchischen Regierung des Bischoffs und Königs die volksherr-liche Gewalt der Synode und des Parlaments, sie wurden ausMonarchisten Republikaner. So lange Elisabeth lebte, hielten die
Schliessen