Afrika entschädigt, es hatte aus konstitutionellen und nationalenGründen sich der französischen Republik entgegengesetzt, und setztesich den liebergriffen des siegreichen Emporkömmlings aus densel-ben Gründen entgegen, die einst Wilhelm III. gegen Ludwig XIV.gewaffnet hatten. England kämpfte für das Gleichgewicht Euro-pas in einem Kampfe, gegen den die karthagischen Kriege, womitihn Napoleon verglich, auch abgesehen von dem Ansgang, ver-schwinden ; und Napoleon setzte Hülfsmittel gegen das Jnselvolkin Bewegung, wogegen die Krastanstrenguugen Karls V. undLudwigs XIV. nur Spielwcrk sind. Er hätte gern jeder europäi-schen Großmacht Alles geboten, die ihm einen immer treuen undeifrigen Bundesgenossen gegen England versprochen hätte. Erverkaufte im Trotze seines Eifers die kostbaren französischen Colo-nien in Nordamerika an die Vereinigten Staaten, wissend, daß erdamit für alle Zukunft den Engländern einen härtesten Streichbeibrachte. Er strebte England zu besiegen auf dem ungeheuerenUmwege der Unterwerfung von ganz Europa. Er warf sich daherzum Kaiser des Westens auf, riß die eiserne Krone Italiens ansich, stellte in ausdrücklicher Nachahmung Karls des Großen des-sen Weltreich, stellte in ausdrücklicher Nachahmung Karls V.Hierarchie und Pabstthum her, um in der Stütze auf den Katho-licismus und in Benutzung des päbstlichen Ansehens ein Mittelznr Weltherrschaft mehr zu haben. Kein Universalherrscher vorihm war in seinen Planen weiter gediehen als Er es zu der Zeitwar, wo er Preußen halb vernichtet, Oesterreich völlig geschwächt,Rußland im Bunde, Holland, Italien und Deutschland unterworfenoder in Abhängigkeit hatte, und nun die Fürsten seiner Familieüber Spanien und Portugal zu setzen dachte, womit er zugleichihre amerikanischen Colonien an sich gezogen hätte. Im Ver-folge der Eroberungen aber, der Einziehung der Throne, der Be-drückung der Völker, die dieser Weltherrschaft ein- oder einverleibt
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