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lung wird hier, im Südosten wie im Nordosten, der Geschichte derVolksbewegungen dieses Jahrhunderts ein neuer Raum, auf demdie Völker ihre eigene Thätigkeit seit langen Zeiten ausgesetzt hat-ten, geöffnet bleiben, nachdem das monarchische Prinzip hier einenStoß an den Stätten erlitten, wo es am gesichertsten schien; undden schlimmsten Stoß nicht durch das, was in der Bewegunggegen die Monarchie, sondern nach derselben durch die Monarchiegeschah. An dem Heerde der europäischen Bewegungen aber, inFrankreich selber, war der Monarch, der vierte in 60 Jahren,gewaltsam gefallen und die Monarchie zerstört. Die Republikwar mit den schroffsten Grundsätzen der Revolution zurückgekehrt.
Die erregten Geister brüteten über noch ausschweifenderen Grund-sätzen und Revolutionen, die inzwischen zu einem von Wenigen ge-ahnten Rückschläge führten. Der Zukunft aber bleibt ein Räthselgestellt, an dessen Lösung Viele verzweifeln, oder dessen Lösung dieMenschen, nach ihren verschiedenen Neigungen und Leidenschaften,von ganz entgegengesetzten Seiten erwarten und in ganz wider-sprechenden Deutungen suchen.
Von Einer Seite betrachtet, kann es scheinen, als seien dieseBewegungen und ihre Zwecke bestimmt, an der Ordnung und Fe- E-stigkeit des Bestehenden zn scheitern. Wo in Folge derselben freiereStaatsordnungen begründet wurden, im Südwcsten der romani-schen Nationen, da könnte man, wie in Spanien, ihre wohlthätigeEinwirkung und, wie in Portugal, selbst ihre Dauersähigkeit be-streiken; und auch in Frankreich hat die Revolution des Juli zukeiner ächten verfassungsmäßigen, und die des Februar noch vielweniger zu republikanischer Freiheit geführt. Was ferner von allenjenen nationalen Abtrennungen wirklich gelungen ist, beschränkt sichauf die Unabhängigkeit der spanischen Pflanzlande, Belgiens undGriechenlands, und diese Erfolge, die Siege der Schwächsten