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Einleitung in die Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts / von G.G. Gervinus
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Ihre Aus-sichten.

schen Staaten und das versagte OccupationSrecht in Amerika wirdmit der Zeit die Völkerwanderung und den Handel nach Westeneinschränken, in dem gleichen Verhältnisse, wie der steigende Ver-sal! des Ostens einlädt, die alten Wege von Asien dem Handelund der Bildung wieder zu öffnen; dazu bedarf es befreiter Völ-ker auf dem Festlande Europa's, wenn es der Vortheile dieserneuen Aussichten, die ihm am nächsten liegen, nicht verlustig ge-hen soll.

Dieser östliche Siegeszug der Freiheit, das scheint alle Ge-schichte mit Zuverlässigkeit zu verkünden, wird vollendet werden.Unter welchen Hemmungen, Gegenwirkungen und Niederlagen esgeschehen wird, ist unmöglich zu wissen. Der Geschichte ist imGroßen ein gesetzlicher Lauf geordnet, in den besondern Gestal-tungen der Ereignisse ist den Menschen viel Willkühr und ihrenBegabungen viel Spielraum gelassen. Ob die Republik oder dieMonarchie, die konstitutionelle oder die demokratische Monarchieden Sieg behalten wird, ob sich nur ein Durchgang durch denFreistaat bereitet oder seine dauerhafte Niederlassung, ob der vierteStand nur neben den übrigen Ständen seine Rechte und Einord-nung erhalten soll, oder ob er sich ihnen gleichstellen, mit ihnen inEine gleichförmige Gesellschaft verschmelzen wird, das muß dieFähigkeit der anderen Stände und politischen Gewalten, der Ver-stand oder Unverstand ihres Widerstandes, entscheiden. Auf zweiVölker wird es wesentlich ankommen, wie sie sich in den großenEntwickelungen dieser merkwürdigen Geschichtsperiode bewährenwerden, Franzosen und Deutsche.

Frankreich. Frankreich sahen wir seit Jahrhunderten zwischen germanischenund keltoromanischen Elementen hin und Hergetrieben, schwankendzwischen Katholicismus und Protestantismus, zwischen Religion