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Einleitung in die Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts / von G.G. Gervinus
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und Freigeistern, zwischen Aberglauben und Unglauben, zwischenNohheit und Uebcrbildnng, zwischen Rückbleiben und Baretten.Im Staate gränzen seine Zustände bald an Absolutie, bald anAnarchie; es sucht immer ein Heil von oben, wo es nur vonunten kommen kann, und eine Abhülfe von unten, wo sie ausdem Ganzen kommen sollte. Es hegt despotische Ordnungenunter jeder Regierungsform, und übt dagegen den Brauch derEmpörung wie ein Recht. Es ist nicht beständig zur Monar-chie, nicht ausdauernd zum Ausbau ronstitutioneller Einrichtun-gen, nicht vorbereitet zur Republik. Die jüngsten Schulen sei-ner Bewegungsmänner schwanken in ihren Neigungen ganz so wiedie Geschichte Frankreichs im Großen, immer wechselnd in denExtremen die sich berühren, immer im seltsamsten Widersprüchezwischen Mitteln undZwecken. Sie gefährden die Freiheit mit demUebermaaße der Gleichheit, und die Gleichheit mit dem Nnmaaßeder Freiheit. Sie verrathen überall eben so viel Haß, als Bedürfnißder Autorität. Sie suchen ein übergroßes Maas der Freiheit undunterwerfen zuletzt Alles einer neuen römischen Dirtatur oder Pa-pate. Ihr Wahlspruch ist: Alles durch das Volk, ihre Praxis:nichts für das Volk. Sie wollen alle Staatsordnungen auflösen,und bedürfen dazu einer Staatsgewalt, größer als die spartanischegewesen ist. Sie zielen auf nie gesehene Fortschritte und wollensie erreichen, indem sie auf rommunistische Zustände Hinstreben,wie sie barbarischen Völkern eigen sind, wie sie in Rußland undAegypten bestehen. Sie verkünden die Brüderlichkeit und bekäm-pfen, was selbst der Wilde schützt, Eigenthum und Familie. Sieführen das Christenthum im Munde und feiern die Orgien derMord- und Raubsucht. Sie wollen eine neue und ewige Ordnungder Dinge gründen mit rohen Straßenaufläufen. Sie waffnen sichmit allen großen Ideen und entehren sich mit allen niedrigenLastern. Sie wollen die große Kluft zwischen der mangelhaftenG-rv!»u-, Einleitung, 12