»der Boden mit Erz bebaut wurde, weil dazumal das Eisennoch unbekannt war;« was Lucrez im 5. Buche V. 1286bestätiget:
„Lt prior »er!» erst, ipism lerri cognitus usug."
Proben hievon fanden sich in den kupfernen Werkzeugei alterBergwerke, namentlich in Nubien und Sibirien, wovon nochspäter die Rede; deren Betrieb wohl schon seit Jahrtausendeneingestellt war.
Bei der Entdeckung Brasiliens fanden die Portugiesen beiden dortigen Urbewohnern Fischangeln von Gold, da ihnendas Eisen unbekannt war, wiewohl es ihr Boden in Ueber-stuß beherbergte. Eben so wenig war den Bewohnern vonHispaniola und Mexiko der Gebrauch des Eisens zur Zeitder ersten Besuche der Spanier bekannt; dagegen besaßen sieVerzierungen von Gold und Waffen aus Kupfer, welchesletztere sie, nach Humboldt's Analyse, mit einer Mischung vonZinn zu härten gelernt hatten. — Bei der Eröffnung vieleralter skandinavischer Gräber (tumull) in Dänemark kamenähnliche Erscheinungen vor; man fand Messer, Dolche,Schwerter und verschiedene andere Instrumente des Gewerb-fleißes, welche noch gegenwärtig im Museum zu Copenhagenaufbewahrt sind. Sie bestehen aus Kiesel und andern hartenSteinarten in der Form von Keilen, Aexten, Meisseln, Ham-mern und Messern, welche als die Werkzeuge erster Erfindungangesehen werden. Ferner finden sich daselbst Schwerter,Dolche und Messer mit goldenen Klingen, deren Schneidenvon Eisen eingesetzt sind; andere Arten von kupfernen Waffenund Werkzeugen mit eisernen Schneiden und Spitzen; beivielen dieser Werkzeuge kontrastirt insbesondere die reichlicheVerwendung von Kupfer und Gold mit der sparsamen An-wendung des Eisens, woraus hervorgeht, daß bei jenenunbekannten Völkern das letztere weit seltener war als Goldoder Kupfer.
In den frühesten Zeitaltern diente das Kupfer gewöhnlich,wenn nicht bei vielen Völkern selbst ausschließend als Münzeund kann daher in Hinsicht auf jene Zeiten gleichfalls alseines der edlen Metalle betrachtet werden; allein den spätereingetretenen Veränderungen nach gebührt diese Bezeichnung