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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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einer ähnlichen Berechnung würde das Gold, womit er dasAllerheiligfte bedeckte, gegen 230,000 Pf. St. betragen haben.Im Buche der Könige wird angegeben, daß der König aufseinen Schiffen von Ophir 420 Talente Gold (oder beiläufig190,000 Pf. St. unserer Währung) heimbrachte. *) Nachdem Buche der Chroniken würde diese Summe 450 Talente(oder 203,000 Pf. St.) betragen haben;**) ein geringer, viel-leicht durch sorgfältigere Vergleichung der Handschriften ganzauszugleichender Unterschied.

Ohne versuchen zu wollen, die von Salomon aufgehäuftenSchätze einem nähern Calkul zu unterwerfen, beschranken wiruns auf die bloße Wiederholung ihrer Beschreibung in derSprache seiner Zeit. Wir lesen, daß »sein Thron aus Elfen-bein bestand und mit dem feinsten Golde überzogen war;daß alle Trinkgcschirre, sowie alle Gefäße seines Hauses ausGold und keine davon aus Silber bestanden, indem diesesletztere Metall zu Salomons Zeilen nicht geachtet wurde, undder König das Silber so gemein machte, wie die Steine inJerusalem.-- ***)

An diese kurze Erwähnung von Anhäufungen edler Me-talle bei den Hebräern knüpft sich von selbst die weitere Be-trachtung über die wahrscheinlichste Art und Weise, in welcherso große Vorräthe derselben unter Salomons Regierung ge-sammelt worden. Bei dem Uebergange von den heiligenSchriften zu Profanschriststellern des Alterthums wird derLeser von der Leichtgläubigkeit überrascht, mit welcher dieaußerordentlichsten und unwahrscheinlichsten Erzählungen vor-getragen werden. Dieß ist besonders bei Herodot und Diodorhöchst auffallend, so wenig auch diese Schriftsteller des all-gemeinen Vertrauens in anderer Hinsicht unwerth sind. Diegriechischen und römischen Schriftsteller erzählen Wunder, welcheuns noch heutzutage in Ungewißheit lassen, ob wir selbe ihrereignen Leichtgläubigkeit, oder jener des Publikums zuschreibensollen, für welches sie schrieben. Allein dieser Umstand ent-

») 1 Kön. Cap. 10. V. 28.—) 2 Chron. Cap. 8. V. 18.—) 1 Kö». Cap. 10.