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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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32
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rohen Völkern nur sehr langsam fortschreiten. Anfangs ge-wann man nur die reinsten Metallthcile, und schritt allmah-lig, wie die ersteren seltener vorkamen, zu der Benutzung dergeringhaltigeren Erze vor. Zweifelsohne waren die Nubicrihre eigenen Lehrmeister in der Bergbau- und Scheidekunst,indeß mag der Weg, den sie, durch vielfältige Versuche unddie steigende Nothwendigkeit der Zugutebringung auch derärmeren Erze geleitet, einschlugen, bei allen Bergbauendenaller Völker ohngefähr der nämliche gewesen seyn, bis sie inihrem Verfahren zu einem gewissen Grade von Regelmäßigkeitund Vervollkommnung gelangten. So brachten die altenBriten ihre Erze in kleine ausgemauerte Vertiefungen undließen sie durch hineingcleitete starke Wasserströme auswaschen;die Peruaner reinigten die ihrigen in einem Feuer, welchesmit Holz, Kohle, Dünger und salzhaltigen Pflanzen unter-halten wurde. Die Acgyptier schienen sich nach den nochwahrnehmbaren Spuren zu ihren ersten Operationen desFeuers bedient zu haben, indem sie hierdurch ihre Erze vonden gröbsten fremden Bestandtheilen befreiten. Hierauf wur-den dieselben in Mühlen zerstampft und zum Schmelzen vor-bereitet. Getreidemühlen waren in Aegypten von den ältestenZeiten her bekannt, daher ihre Anwendung auf Zerkleinerungder Erze ein sehr nahe gelegener Schritt war. Hatte dasErzmehl hierdurch einen hinreichenden Grad von Feinheit er-reicht, so wurde es sodann in fließendem Wasser ausgewa-schen, wodurch die leichten Theile hinweggeführt wurden unddie schwerern zu Boden sanken,*) welche sodann gereinigtund getrocknet wurden. Hierauf erfolgte wahrscheinlich derSchmelzprozeß in Schmelztiegeln oder irdenem Geschirr, derenDeckel mit einem Couvcrte verkittet wurden. Diese Schmelz-tiegel wurden in Oefen gesetzt, worin man mittelst Blase-bälge ein starkes Feuer fünf Tage lang unterhielt. Manbrachte sodann zur Reinigung und Trennung des Goldesdas geschmolzene Erz in Berührung mit einem Gemenge vonBlei, Zinn, Salz und Gerstenkleye.**) Nach fernerer sünf-

*) Reitmaier's Geschichte des Bergbaues und Hüttenwesens bei denalten Völkern.

*') Diodor III. 14.