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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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tägiger Schmelzung des Ganzen erhielt man ein gereinigtesGold. Daß die Aegyptier schon mit der Kunst der Gold-reinigung bekannt waren, beweiset die mosaische Geschichte.*)Der hebräische Gesetzgeber war in alle Künste der Aegyptiereingeweiht, und da dessen Zermalmung des goldnen Kalbeszu Pulver nicht als eines seiner Wunder gilt, so muß ver-muthet werden, daß er dieß durch Anwendung einiger Zusätze,vielleicht von Salpeter, welcher in Ueberfluß in Aegypten vor-kam, und mit Hülfe seiner Kenntnisse bewerkstelligte, die erbei seiner Erziehung im königlichen Palaste erworben hatte.

Wahrscheinlich reinigten die Aegyptier auch das Silberauf ähnliche Weise, wie das Gold in ihren Schmelzhäuscrn.Nach Cambyses Eroberung von Aegypten (ohngefähr 540Jahre v. Chr.) und unter der Regierung seines StatthaltersAryandes**) schien man in der Reinigung des Silbers großeFortschritte erlangt zu haben; denn das unter diesem Bice-könige gewonnene Silber war wegen seiner Feinheit berühmtund wurde selbst noch nach dessen Tode nach seinem Namengenannt. In einer spätern Periode wurde nach Plinius***)eine Mischung von cyprischem Kupfer mit Schwefel demSilber zugesetzt, wodurch dieses Metall in Aegypten sehr ver-fälscht wurde.

Nähere Angaben der Erträgnisse an Gold und Silber ausden ägyptischen Bergwerken sind aus den alten Schriftstellernnicht mit einiger Sicherheit zu entnehmen. Inzwischen mögendie Berichte des Diodor, ohne denselben gerade vollen Glau-ben zu schenken, wenigstens angeführt werden. In dessenBeschreibung der Stadt Theben sagt er.-ch) „Der Bau desalten Tempels wurde bis auf unsere Zeit fortgesetzt, alleindas Gold und Silber, nebst den Verzierungen von Elfenbeinund cdeln Steinen, wurden von den Persern hinweggebracht,als Cambyses die ägyptischen Tempel verbrannte. Mit diesenSchätzen wurden die Paläste von Persepolis. und Susa und

') Lxollus t'up. XXV. V. 31—36; Oay. XXXII. V. 4.") «erockot 1'olkix III. S. 87.

'") plinius XXX. 9.k) Diodor 1. B. Cap. 4.

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