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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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Handel. Erstere tauschten gegen ihre dahin gebrachten Waa-ren solche Artikel ein, welche in dem übrigen Bereiche ihrerHandelsverbindungen am meisten gesucht waren. Tyrus warder Mittelpunkt dieses Verkehrs, von welchem die Vertheilungder Handelswaaren nach allen Richtungen ausging und dergroße hieraus entspringende Gewinn mußte nothwendig einenstehenden Zuwachs an Reichthum in jener Hauptstadt deralten Handclswelt erzeugen, welcher wohl hauptsächlich indem compendiösesten Artikel des Reichthums, in edlen Metallen,bewahrt und angesammelt wurde.

In so weit einem auf unsere Zeiten gekommenen Frag-mente des alten Geschichtschreibers Agatharchidas einiger Glaubebeizumefsen ist, so gab es eine Zeit, in welcher das Silberin Arabien um den zehnfachen Werth des Goldes geschätztwurde, nach Verhältniß der Seltenheit des erstem gegen dasletztere Metall. Der Grad von Genauigkeit solcher Angabenläßt sich unmöglich mehr beurtheilen; allein aus dem directenVerkehr Arabiens mit Indien einerseits und aus der Unbe-kanntschaft der Araber mit Spanien andererseits geht dieWahrscheinlichkeit hervor, daß' das Werthverhältniß beiderMetalle in jenen Zeiten von dem heutigen ungcmein verschie-den war; wenn auch die Tyrier, wie nicht weniger angenom-men werden darf, einen Theil ihres aus Spanien gebrachtenSilbers nach Arabien brachten, und dort mit großem Gewinngegen Gold umsetzten; ja mit ihrem Verkehr bis jenseits derMeerenge von Bab-el-Mandeb, wenn nicht selbst bis nachIndien vordrangen. Diese Betrachtung über die relativeWerthverschiedenheit zwischen Gold und Silber in verschiede-nen Theilen der Welt mag einigermaßen zur Beleuchtung dermerkwürdigen Erscheinung beitragen, welche der ausgedehnteHandel und große Reichthum Phöniziens, einem von derNatur so wenig begünstigten Lande, in den frühern Epochendes Menschengeschlechts gewährte.

Wir kehren von diesen Handels-Beziehungen zur Betrach-tung der spanischen Minen zurück. Alle alten Schriftstellerschildern selbe als höchst ergiebig, allein keine dieser Nachrich-ten enthält genügende statistische Angaben, um eine genauereVorstellung über die Größe ihrer Ausbeuten, oder eine Vcr-