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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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60
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gleichung mit jenen anderen Minen zu gestatten, welche denrömischen Welteroberern in die Hände sielen.

Die wahrscheinlich besten Nachrichten in dieser Beziehungfinden sich in PliniuS, wiewohl nicht übersehen werden darf,daß derselbe dreihundert Jahre nach jener Epoche schrieb, alsdie spanischen Minen den Carthaginensern durch die Römerentrissen worden und ihre Ausbeute schon sehr gegen die frü-here Ergiebigkeit sich vermindert hatte.

Dieser Schriftsteller giebt folgenden Ueberblick:*) „Einigehaben angeführt, daß Asturien, Gallizien und Lusitanien jähr-lich 2000 Pfund Gold liefern; allein der größte Theil davonkommt aus Asturien; in keiner andern Gegend der Welt, seitso vielen Zeitaltern, hat man eine so große Menge Gold ge-wonnen. Jeder Art Gold ist eine gewisse Quantität Silberbeigemeng«; in einigen der zehnte, in andern der neunte oderachte Theil. Eine Sorte Gold allein, genannt Albicave-nense**) enthält nur ^ Silber, daher dieselbe mehr geschätztist als die übrigen."

In einem andern Capitel kommt vor:***) „Silber findetsich in allen römischen Provinzen; allein das beste in Spa-nien, in unfruchtbarem Boden und in Gebirgen.

Man findet stets mehrere Adern beisammen. Es ist merk-würdig, daß die von Hannibal eröffneten Minen noch immerexistiren und selbst die Namen der ersten Entdecker und Be-bauer noch beibehalten haben. Eine derselben heißt noch im-mer Bebulo, von dem ersten Entdecker, welcher zu seiner Zeitan Hannibal täglich dreihundert Pfund Silber lieferte." Dernämliche Schriftsteller erzählt, daß diese große Ausbeute durchStollen im Berge von anderthalb Meilen Länge erhaltenwurde, worin die Arbeiter im Wasser stehend Tag und Nachthindurch bei Lampenlicht das Wasser ausschöpften, welcheszuletzt einen starken Bach bildete. Polybius, nach Strabo's

') PliniuS 32. B. 4. Cap.

") Albicavensi« kommt nicht in Spanien vor; die Albicier werden vonJulius Cäsar (kell. civ. 1. Cap. 34.) als ein Volk in Gallia Aqui-tania genannt, aber nicht als productiv in edlen Metallen.

"ss PliniuS 33. B. Cap. 6.